Alte Berichte über die Entstehung von Kornkreisen

von Wolfgang Schöppe

[Fotos: © Wolfgang Schöppe]

 

Die Kornkreise sind zu einem weltweiten Phänomen geworden, dass immer größer und rätselhafter wird. Seit dem die Kreise immer komplizierter werden, gibt es auch immer mehr Forscher, die an der Echtheit der Kreise zweifeln. Ich selbst glaube, dass höchstens die Hälfte der Kornkreise, von Menschen gefälscht worden sind. Seit vielen Jahren beobachte und fotografiere ich Naturphänomene aller Art. 1998 konnte ich mit meinem Fernglas einen senkrecht stehenden weißen Luftwirbelschlauch, in 2 km Entfernung, sehen, der einen Doppelspiralkreis in ein Weizenfeld gedrückt hat (siehe Bild 1 und 2).


Bild 1

Bild 2

Wenige Minuten danach, kam ein sehr starker Wind auf, der wahrscheinlich von dem großen Wirbelschlauch erzeugt wurde. Der 80 m große Kornkreis, ist eine Woche danach, von einem Kornkreisforscher entdeckt worden. Er lag in der selben Richtung und Entfernung, wie ich ihn beobachtet hatte. Nach dieser Nachtbeobachtung bin ich überzeugt, dass die meisten Kornkreise bei Kassel echter Natur sind. Ich glaube diese intelligente Energie kann sich bewusst oder durch Zufall an bestimmten Energiepunkten aufladen und dann Kornkreise entstehen lassen. Ich möchte, an dieser Stelle, einige Berichte über Kreisrunde und die Entstehung von Kornkreisen vorstellen.

Earl Shilton, 1940/41

Nachdem sich Dr. Terence Meaden 1988 im Daily Express mit der Bitte um entsprechende Berichte an die Leser gewandt hatte, wurde eine Dreierformation aus dem Gebiet von Earl Shilton im Westen der Grafschaft Leicestershire gemeldet, die im August 1940 oder 1941 aufgetaucht war. Sie bestand aus einem großen Kreis (ungefähr zehn Meter im Durchmesser) und zwei kleineren (jeweils zwei Meter im Durchmesser). Die ansässigen Bauern erzählten, dass Kreise in der Gegend in jenen Jahren nichts Außergewöhnliches dargestellt hätten. Sie haben damals angenommen, dass sie von spielenden Füchsen verursacht worden seien. Da von diesen Kreisen keine Fotos vorliegen, können wir nur schwer beurteilen, ob sie mit den Kreisen von heute vergleichbar sind. Uns bleiben nur Mutmaßungen.

Warminster Wiltshire, 1980

Eines Abends begaben sich etwa fünfzig UFO-Fans, in die Salisbury Road, um den Himmel zu beobachten. Plötzlich begannen die Grashalme vor unseren Augen zu schwanken. Dann legten sie sich wie von selbst, im Uhrzeigersinn zu einer Spirale flach. Es sah aus, als würde eine Dame ihren Fächer öffnen. In weniger als einer halben Minute entstand ein vollkommener Kreis. Der ganze Vorgang wurde von einem hohen Summton begleitet. Der Kreis war auch am nächsten Tag noch deutlich zu sehen. Dieses Summen, Brausen, Zischen oder Surren, ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass das Phänomen, elektrische Ladungen aufweist und nicht bloß aus rotierender Luft besteht (Auszüge aus dem Buch, "KREISE IM KORNFELD"; Von Jenny Randles und Paul Fuller 1990).

Westbury, Wiltshire, 1982

Bei der wissenschaftlichen Begründung seiner Thesen bezieht Dr. Meaden sich unter anderem auf folgenden Bericht, der ihm von Ray Barnes übersandt wurde. Das Ereignis fand vermutlich am 3. Juli 1982, statt. Ich hatte Glück, die Entstehung eines solchen (Kreises) in einem Feld bei Westbury zu beobachten. Es passierte, kurz vor sechs Uhr abends. Am Nachmittag war ein Gewitter hernieder gegangen und es regnete immer noch leicht. Meine Aufmerksamkeit wurde zuerst auf eine "Welle" gelenkt, die in gerader Linie und mit gleichmäßiger Geschwindigkeit über die Getreidehalme hinweg lief. Obwohl unsichtbar, verhielt sich die Kraft wie ein fester Körper. Sie zeigte keinerlei Merkmale, die für flüssige Körper charakteristisch sind, so etwa Veränderungen der Geschwindigkeit, Richtung und Stärke. Weder vor nach oder unterhalb des Wellenkamms waren Abweichungen zu erkennen. Nachdem die "Welle" das Feld in flachem Bogen durchmessen hatte, sank sie in einer Position von zirka 30 Grad Winkelmaß ab und beschrieb innerhalb von vier Sekunden einen Kreis mit einem Durchmesser von 23 Meter. Dann verschwand das Phänomen. Eine Kraft, die die Ähren der Halme nur leicht berührt, würde die vielen Kreise erklären, in denen das Korn nur leicht flachgedrückt wurde(beispielsweise im August 1987 in Bratton oder im Juni 1988 in Charity Down). Einen Tag, nachdem Terence Meaden den Brief des Augenzeugen erhalten hatte, sprach er mit Ray Barnes. Dabei erfuhr er, dass der Mann während der Entstehung des Kreises ein Surren und Rascheln vernommen hatte. Das Rascheln ist möglicherweise auf das Geräusch der sich neigenden Halme zurückzuführen, wohingegen das Surren wohl von der Kraft ausging, die den Kreis formte. Ein mal mehr fand sich eine steile Bodenerhebung in der näheren Umgebung (der Steilhang von Westbury).

Dundee, 1989

Dieser Augenzeugenbericht wurde zum erstenmal von der BBC in der Sendung "Daytime Live" ausgestrahlt, wobei unerklärlicherweise der Eindruck erweckt wurde, es sei der erste seiner Art. In Wirklichkeit war dies keineswegs der Fall. Die Sendung wurde am 3 November 1989 ausgestrahlt, als schon gut ein halbes Dutzend solcher Vorgänge bekannt waren. Der Augenzeuge, Sandy Reid, ist Naturforscher. Er durchstreift daher häufig die Umgebung seines Wohnsitzes in Tayside bei Dundee, um Füchse zu beobachten. Eines Morgens gegen Ende August ging Reid einen Damm entlang, der zwei Felder mit Sommergerste voneinander abgrenzte. Es war etwa halb fünf Uhr morgens. Plötzlich bemerkte er, wie das Korn nur wenige Meter entfernt heftig zu rascheln begann. Da er zunächst glaubte, er habe Wild aufgescheucht, verharrte er bewegungslos und kauerte sich dann lautlos auf der Erde, um nicht gesehen zu werden. Statt eines Tieres entdeckte der verblüffte Naturforscher jedoch einen fest umrissenen Wirbelwind, der das Rascheln verursachte. Obwohl er nur fünfzehn Meter von der Stelle entfernt war, berichtet Reid, keinen Luftzug verspürt zu haben. Der Vorgang dauerte ungefähr dreißig Sekunden. Er endet damit, dass das Korn plötzlich kreisförmig flach auf den Boden gepresst wurde. Der entstandene Kreis hatte einen Durchmesser von fünfzehn bis achtzehn Metern. Reid betrat den Kreis und spürte sofort, dass die Luft eigenartig war. Diese Wahrnehmung sei für ihn schwierig in Worte zu fassen, erklärte er später. Seine Beschreibung lässt zwei Vermutungen zu: Entweder war die Luft an dieser Stelle ionisiert, oder der Luftdruck war an dieser Stelle deutlich anders als in der Umgebung. Bezeichnenderweise berichtet Reid, dass der Wirbelwind bereits aufgehört hatte, als er den Kreis betrat und das alle Vögel verstummt waren. Sandy Reid hatte vor seinem Erlebnis noch nie von Getreidekreisen gehört. Er nahm weder Spiral- noch Strahlenmuster wahr. Doch als er den Kreis genauer untersuchte, bemerkte er, dass das Korn abwechselnd in verschiedene Richtungen zeigte. Als er am Vormittag desselben Tages mit einem Freund an diese Stelle zurückkehrte, entdeckten sie dort einen weiteren Kreis, der nur fünfzig Meter vom ersten entfernt lag. Auszug aus dem Buch, KREISE IM KORNFELD.

Thanet, East Kent, 1989

Am 10. August gegen 12. 30 Uhr fuhren Wilfried Gomez und einer seiner Freunde auf einer Landstraße bei Lydden dahin, als sie plötzlich in einem nahegelegenen Kornfeld einen "dichten Lichtwirbel" erblickten. Der obere Teil wirkte unscharf und wie ausgefranst, während der untere sich deutlich von der Umgebung abhob. Die Lichtsäule war weiß und wies einen bläulichen Schimmer auf. Sie schien zu rotieren. Mr. Gomez kurbelte das Seitenfenster herunter und nahm einen tiefen, fast brummenden Ton wahr, der von dem Phänomen ausging. Die Zeugen beobachteten die Lichtsäule etwa vier Sekunden lang, während sie mit dem Wagen zurücksetzten. Dann "verglühte die Säule von einer Seite her", und das Brummen hörte auf. Die beiden Zeugen stellten ihren Wagen ein paar Meter weiter ab und gingen zurück, um sich das Feld noch einmal anzusehen. Zehn Meter von der Straße entfernt entdeckten sie einen Kreis von ungefähr fünf Metern Durchmesser. Fünf Meter weiter im Feld erblickten sie einen weiteren Kreis mit einem Durchmesser von etwa fünfundzwanzig Metern. Das Korn in diesem Kreis war völlig unbeschädigt und zu einem spiralförmigen Bodenmuster im Gegenuhrzeigersinn gedreht. Wie in Silbury, wo 1988 mehrere Kreise auftauchten, verliefen Starkstromleitungen direkt über den betroffenen Stellen, was den Anflug etwaiger Raumschiffe zu einem Ding der Unmöglichkeit macht. Dieses Ereignis spielte sich nicht in der Nähe eines größeren Hügels ab, doch befindet sich zumindest eine zirka fünfzehn Meter hohe Böschung in der Nähe, deren Gefälle auf die Kreise zu verlief. In dieser Gegend wurde in der fraglichen Zeit ein aus Südosten kommender Wind registriert, der mit einer Geschwindigkeit von etwa fünf Knoten die Böschung abwärts wehte. Schnell rotierende Luft führt gewöhnlich zu einem starken Druckabfall innerhalb des Wirbels. Aufgrund dieser Tatsache bilden sich in der gesättigten Zone des Vortex winzige Wassertröpfchen, die schließlich kondensieren und Nebel oder Rauch bilden.


[aus FGK-Report 1/2000]