Blick auf die Rapsformation vom Ort Burghasungen aus
Die Formation befindet sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn A44 bei Burghasungen/Altenhasungen (s. Karte).
Die Formation besteht aus zwei unterschiedlich großen Kreisen, die über ein geschwungenes Element miteinander verbunden sind. Der größere der beiden Kreise enthält stehende Elemente und weist eine ungewöhnliche Lagerung auf. Desweiteren findet sich neben der eigentlichen Formation noch ein Grapeshot in unmittelbarer Nähe.
Die Formation lässt sich vom (oberern) Feldrand aus nur erahnen
Eine einzelne Pflanze ziert den Mittelpunkt des Grapeshots neben der
Formation
Ein paar Bilder der Pflanzenlagerung:

Die Lagerung der Pflanzen in den Kreisen der Formation war sehr ordentlich angelegt, was bei Rapsformationen der Vergangenheit nicht immer der Fall zu seien schien.
Trotz des feuchten lehmigen Bodens waren bei der Entdeckung der Formation
keine Erdverschmutzungen auf den niedergelegten Pflanzen zu erkennen. Auch
konnten in den in Augenschein genommenen Traktorsuren keine Fußabdrücke
gefunden werden.
Die Formation schien beim ersten Betreten jungfräulich. Der oder die
Urheber scheint keine Spuren hinterlassen zu haben, was bei der vorherrschenden
Bodenbeschaffenheit äusserst schwierig gewesen sein dürfte. Die
Lehmspuren der ersten Besucher waren bereits nach kurzem, vorsichtigen
Betreten ohne Probleme auszumachen.
Besonders auffällig sind, neben der Formation selbst, der Entstehungszeitpunkt und die Lage des Feldes.
Die Formation entstand in der Walpurgisnacht (30.4. auf 1.5.), ein Datum zu dem auch in den vergangenen Jahren im Raum Zierenberg schon die jeweils erste Formation des Jahres entstanden war.
Aus diesem Grund hatte die FGK in diesem Jahr an besagtem Wochenende ein Überwachungsprojekt ins Leben gerufen, bei dem die potentiell für eine Formation in Frage kommenden Felder in der Gegend in der fraglichen Nacht beobachtet werden sollten (Projekt EB ["Entstehungsbeobachtung"] - Berichte hierzu an anderer Stelle).
Zu diesem Zweck fanden sich ca. 20 FGK-Mitglieder und Interessierte am 30.4. in Zierenberg ein. Aufgeteilt in mehrere Gruppen wurden eine Reihe von Feldern die ganze Nacht über beobachtet.
Leider wurde es in der Nacht, nachdem zu Beginn der Nacht zunächst kurz die Wolkendecke aufriss und die Sterne zu sehen waren, dann doch sehr nebelig. Hierdurch verschwanden sogar die Lichter der Umgebung, was zu einer in Deutschland nur selten zu erlebenden Dunkelheit inmitten des Nebels führte, so dass sich die Sichtweite, trotz Adaption der Augen an die Dunkelheit, sehr einschränkte (und eine weiträumige Beobachtung der Felder sehr erschwerte).
Ein Team des Projektes war auch in unmittelbarer Nähe der Autobahn postiert.- Keine 2 km von der Stelle entfernt an der in dieser Nacht die Formation entstehen sollte. Jedoch lag zwischen diesem Team und dem Ort an dem die Formation entstand die Autobahn mit ihrer durch die darauf fahrenden Autos verursachten Geräuschkulisse, die auch verhinderte, dass eventuell das Rascheln des Umlegens der Raps-Pflanzen bei der Entstehung der Formation von dem Team hätte wahrgenommen werden können.
So passierte auch bei dieser Überwachungsaktion, was seit den
Anfängen der Kornkreisforschung bei allen grösseren
Überwachungen geschah: Die erwartete Formation erschien
tatsächlich in der Nähe der Beobachter, aber so, dass die
Entstehung von diesen eben gerade nicht beobachtet werden konnte.
Hier unmittelbar, im eigentlichen Wortsinne,
"Hinter dem Rücken"
der Beobachter.
Jens Berkmann, 2.5.2000, Hannover
Fotos: Mysterious Media/FGK