Gerste-Kreis bei Kedingshagen/Stralsund
Entdeckt am 22. Mai 2000


(Letzes Update: Wednesday, 21-Apr-2004 12:38:42 CEST )


Das obige Bild wurde uns freundlicherweise von Andreas Müller vom I.C.C.A. zur Verfügung gestellt.
Weitere Bilder und Infos gibt es bei invisible(circle.


Andreas Müller vom invisible ( circle hat diese Skizze der Formation nach einer ihm vorliegenden Luftaufnahme gemacht.

Am 25. Mail 2000 wurde die FGK von einem Herrn Merker aus Mecklenburg Vorpommern telefonisch auf einen Kornkreis aufmerksam gemacht. Der Radiosender Antenne Mecklenburg-Vorpommern hatte angeblich berichtet, dass ein Kreis bei Stralsund, Kittingshagen entstanden sei.

Wer hat nähere Angaben zu dieser Formation?


26.5.2000

Zuerst wurde der Bericht wohl auf irgendeinem lokalen Fernsehsender gebracht, dann auf "Radio Antenne - Meck-Pom", ein ausführlicher Bericht und anschließend noch einmal auf "N3", wo dann der Besitzer des Feldes in mitten der Formation mit sehr vielen Schaulustigen gezeigt wurde. Er war sichtlich verärgert über die vielen Leute in seinem Feld. Die Formation soll auch nicht mehr viel hergegeben haben, weil alles runtergetrampelt war.

Frank Peters, Hude.


27.5.2000

Der Ort Kedingshagen liegt am nördlichen Stadtrand von Stralsund. Gut zu erkennen ist auch die B 105, die schnellste Verbindung zwischen Rostock und Stralsund, weiterführende durch die Stadt hindurch auf den Rügendamm der Festland und Insel verbindet. Der Teil der Ostsee heißt dort Strelasund. Weiter gen Süden führt die Straße auf dem Festland, die E 251, Richtung Greifswald. Die nächst größere Ortschaft ist dort Brandshagen, wo es die zweite Formation in der Region gab.


FGK-Mitglider können auf die kleinen Bilder klicken, um eine größere Karte zu sehen.

Frank Peters, Hude.


26.5.2000:

Die Formation bei Kedingshagen nahe Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus einem Kreis mit ca. 30m Durchmesser ( Brandshagen - zwischen Stralsund und Greifswald - entdeckt hatte.

Hier waren es nun jedoch vier gleichmässig verteilte Pfade die aus dem Zentralkreis austraten.

Andreas Müller


Am 24. Mai 2000 berichtet die

Mysteriöse Abdrücke im Kedingshäger Feld entdeckt

30-Meter-Kreis auf Gerstenschlag

Kedingshagen (OZ) „Das müssen Sie sich ansehen“, stand Björn S. am Montagabend mit seinen Fotos in der Redaktionstür. Bei einem Besuch auf dem Flugplatz hatte er am Wochenende eine ungewöhnliche Nachricht aufgeschnappt: Mitten auf dem Feld hinter der Mülldeponie Kedingshagen glänzt ein frischer, kreisrunder Abdruck.

„Die Sache hat mich so fasziniert, dass ich gleich noch mal hingefahren bin. Beim Messen stellte ich fest, dass der Radius rund 15 Meter betrug. Eine überzeugende Erklärung habe ich nicht, aber ich gehe auf keinen Fall von den Folgen eines Unwetters aus“, so der Stralsunder, der Gänsehaut bekommt, wenn er die Fotos sieht.

Haben wir es nun mit einer UFO-Landung, einem gut vorbereiteten Scherz oder einfach mit einem Naturschauspiel zu tun? „Regen, Sturm und Hagel können schon mal eigenartige Abdrücke hinterlassen“, sah es Landwirt Jörg Pommerening gestern erst einmal sachlich-nüchtern. Seit 1990 betreibt der ehemalige Fleischermeister mit seinem Bruder Manfred einen landwirtschaftlichen Betrieb in Kedingshagen. „Vielleicht muss man sich eine Windrose vorstellen, die das Getreide zwingt, ins Lager zu gehen“, mutmaßt der 38-Jährige. Als wir den Kedingshäger schließlich zu einer kleinen Traktor-Fahrt an die mysteriöse Fundstelle überreden konnten, blieb dem erfahrenen Bauern die Spucke weg. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das Getreide ist nicht scharf weggeknickt, was ein bewusstes Niedertrampeln oder Zerfahren ausschließt. Im Gegenteil, die Halme richten sich langsam wieder auf. Das spricht für einen kurzzeitigen, intensiven Abdruck“, versucht Jörg Pommerening, den etwa 30-Meter-Kreis auf seinem Wintergerstenschlag zu erklären.

Faszinierend auch die beiden sich gegenüberliegenden Seitenausläufer, die wie Flügel aus dem Rondell herausragen. „Entweder können wir hier ein einzigartiges Naturschaupiel beobachten – oder jemand hat sich einen Scherz erlaubt, den er supergenau ausgeklügelt hat“, sieht Jörg Pommerening nur zwei Möglichkeiten. An eine UFO-Landung auf seinem Acker mag er nicht glauben. „Aber vielleicht sollte ich ja ab morgen Eintritt kassieren“, schmunzelt der echte Vorpommer.

I. SOMMER

Dies ist eine Kopie des Artikels der Ostsee-Zeitung vom 24. Mai 2000.


Am 2. Juni 2000 berichtet die

Rästelhaft: Kreise in einem Kornfeld in Brandshagen locken zahlreiche Ufo-Touristen an.

OZ-Foto: T. Fuchs

Ufo-Touristen im Gerstenfeld

Kornkreise bei Stralsund beflügeln die Fantasie der Besucher

Kedingshagen (OZ) Und wieder mitten durch die Gerste. Jörg Pommerening steht auf seinem Hof in Kedingshagen und blickt durch ein Fernglas auf das Elend. Wieder zwei, die in aller Ruhe durch sein Feld marschieren. „Das kann doch nicht angehen“, sagt Bauer Pommerening. Neulich habe er schon Broiler-Knochen in seinem Feld gefunden, und wenn das so weitergehe, dann würden sich die Leute dort bald zum Bier treffen. Reichlich ärgerlich, die Sache. „Ich latsch doch auch nicht bei denen durch die Beete.“ Nein, das würde Bauer Pommerening nicht tun. Selbst wenn da zehn Ufos gelandet wären, und nicht, wie bei ihm, bloß eins.

Das heißt: Ganz sicher ist es nicht, dass tatsächlich ein unbekanntes Flugobjekt bei ihm niederging. Fest steht aber, dass Bauer Pommerenings Gerstenfeld vor gut einer Woche zum Wallfahrtsort für Ufo-Touristen geworden ist. Seitdem gibt es dort nämlich eine Art Abdruck, einen Kreis mit zwei seitlichen Ablegern, Durchmesser: gut 30 Meter. Und als wollten sich die grünen Freunde die Stralsunder Gegend nun mal endlich etwas genauer ansehen, findet sich ein paar Kilometer südlich, in Brandshagen, gleich noch ein zweiter: ähnlich groß, aber mit vier Auslegern und einem äußeren und einem inneren Ring. Im Internet gibt es jetzt Seiten, auf denen sehr ausführlich der Weg nach Kedingshagen und Brandshagen beschrieben wird.

Rafael Maercker, 16, ist einer von denen, die sich gleich auf den Weg gemacht haben. „Dass es Ufos gibt“, sagt der Schüler aus Hagenow, „da bin ich mir 100-prozentig sicher.“ Ob diese Kornkreise tatsächlich von Außerirdischen stammen da möchte er sich zwar nicht festlegen. Aber für alle Fälle hat er ein paar Proben von Bauer Pommerenings Boden und Ähren genommen und zu einem Labor in die USA geschickt. Die sollen das mal richtig untersuchen. Wobei die Außerirdischen dann wohl offensichtlich eine Vorliebe für menschliche Hinterlassenschaften bewiesen hätten: Der eine Abdruck liegt direkt neben einer Mülldeponie, der andere neben einer Kläranlage.

Die Menschen in Kedingshagen halten es deshalb auch eher mit den etwas bodenständigeren Erklärungen. Klaus Pöttrichs Haus etwa steht rund 300 Meter von dem Kreis entfernt. „In der Zeit hatten wir ganz komisches Wetter“, erzählt er, „mit plötzlichem Hagel.“ Sonderlich überirdisch sei ihm das Feld jedenfalls noch nie vorgekommen, ganz sicher nicht. „Das war doch wohl 'ne Windhose“, meint ein Bauer, der sein Feld gleich nebenan hat. Bloß Jörg Pommerening ist ein wenig ratlos. „Gesehen habe ich so etwas auch noch nie. Und wenn sich jemand einen Scherz erlaubt hat, dann hätte der sich verdammt viel Mühe gegeben.“

Und dennoch sieht es genau danach aus. Zwischen 150 und 300 Kornkreise werden nach Angaben des – das gibt es wirklich – „Internationalen Kornkreis-Archivs“ weltweit pro Jahr entdeckt. In Deutschland sind die vorpommerschen Varianten in diesem Jahr die Nummern acht und neun. Gleich mehrere Organisationen mühen sich seit Jahren um Erklärungen jenseits des Schabernacks – mit bislang bescheidenem Erfolg. Wind, Hagel und Regen scheiden dabei aus: „Dass Wetter-Phänomene wie etwa Windhosen solche exakten Muster hervorrufen, ist völlig ausgeschlossen“, erklärt Diethard Westerholt vom Wetteramt Potsdam. „Da haben sich gewiefte Leute mit Decken oder Planen einen Scherz erlaubt.“

Also wohl doch keine Ufos in Vorpommern. Dabei hätte sich Bauer Pommerening durchaus arrangieren können. Für sein Feld, meint er, könnte er dann Eintritt kassieren. „Und solange mich die Außerirdischen nachts ungestört schlafen lassen, sollen die ruhig kommen.“

THORSTEN FUCHS, Ostsee-Zeitung

Dies ist eine Kopie des Artikels der Ostsee-Zeitung vom 2. Juni 2000.
Update 15.6.2000: Stan Christiansen

Stan Christiansen hat uns folgende Bilder (als Farb-Fotokopien) geschickt.


(c) 2000 Stan Christiansen

Update 7.8.2000:

Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass :

Bin übrigens Mitglied bei MUFON, Seguin, Texas, USA

Viele Güße,
Raphael Maercker


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