Kirchhardt bei Sinsheim (3. Formation)

Entdeckt am 14.7.2001
(Letzes Update: Wednesday, 21-Apr-2004 20:12:23 CEST )

Samstag, den 14.7.2001, ist Frank Laumen aus Leverkusen mit einem Motorsegler vom Sportflugplatz Sinsheim aus über die Formationen von Kirchhardt geflogen. Dabei hat er im selben Feld eine dritte Formation entdeckt! Am späten Nachmittag haben Frank und der FGK-Webmaster die Formation untersucht, gefilmt und fotografiert.

Klicken Sie auf die folgenden Bilder, um sie in voller Auflösung zu sehen.


(c) 2001 Frank Laumen


(c) 2001 Uwe Engelmann

Diese Formation liegt 50-70m oberhalb der bereits bekannten großen Formation auf der Bergkuppe. Von keiner Seite aus ist die Formation einsehbar, da sie auf einem der höchsten Punkte der Umgebung liegt.


(c) 2001 Uwe Engelmann


(c) 2001 Uwe Engelmann


(c) 2001 Uwe Engelmann

Die Formation wird äußerlich von einem großen Kreis begrenzt. Diese hat eine Größe von geschätzen 50 Metern. In dem Kreis befinden sich weitere, ineinander geschachtelte Kreise, Kreissegmente, Dreiecke und Gänge mit Breiten zwischen 15-80cm. Vom Boden aus ist die Formation kaum auszumachen, da man immer nur einen Teil des Ganzen überblicken kann.

Die Formation macht insgesamt einen sehr guten Eindruck. Die Weizen-Halme liegen im Gegensatz zu den beiden anderen Formationen in diesem Feld dichter am Boden. Die Halmlagerung ist sehr interessant, an machen Stellen sind die niedergelegten Halme komplex verwirbelt. Alles wirkt sehr exakt und nichts scheint dem Zufall überlassen zu sein.  Die Formation erinnert ein wenig an die Formation  Caldener Erdwerk vor einem Jahr bei Kassel.

Der äußere Ring und (vermutlich) alle Kreise sind gegen den Uhrzeigersinn umgelegt.

Der geometrische Mittelpunkt ist vom Boden aus nicht zu bestimmen. Es gibt mehrere Elemente der Formation die scheinbar eine Einheit für sich bilden, aber alle sind durch exakte Pfade miteinander verbunden.

Es waren keine Spuren von Besuchern vor uns zu erkennen. Das Alter der Formation kann nur geschätzt werden. Am 8.7.2001 war sie auf den Luftaufnahmen von Andreas Müller noch nicht zu sehen. Unser Eindruck, war, dass sie wenige Tage alt war.

Eine kleine Besonderheit ist ein "Nest", in deren Zentrum mehrere Büschel Halme fest miteinander umschlungen sind, bzw. die umliegenden Halmbüschel fest um einen Strang gewickelt sind, dass man das Ganze kaum bewegen kann.

Neben der zentralen Traktorspur durch die Formation,  haben wir je links und rechts parallel in einem Abstand von etwa 2m "Pseudo-Traktorspuren" entdeckt. Diese waren aber nicht durch das Gewicht der Reifen eingedrückt, sondern die Erde war dort in einer mehrere Meter langen und exakten Linie wie ein Maulwurfshaufen aufgeworfen. Auf diesen etwa 20cm breiten Spuren wächst kein Getreide und es gibt jede Menge (Mäuse-?) Löcher darin. Beide Spuren befinden sich nur auf der Kuppe des Hügels; teils innerhalb, teils außerhalb der Formation. Sie enden sowohl innen als auch außen ganz abrupt. An anderen Traktorspuren haben wir diese "inversen Traktorspuren" nicht gefunden.

Das Feld, in der die drei Formationen und noch ein paar Grapeshots und beringte Einzelkreise liegen, ist riesig groß. (Es bietet noch Platz für mindestens 5 weitere Formationen in dieser Größe ;-) Von der dritten Formation aus kann man die Umgebung sehr schön sehen. Die Landschaft mit seinen sanften, meist mit Getreide bewachsenen Hügeln, kleinen gewundenen Sträßchen, die von Büschen und Bäumen gesäumt sind,  erinnert an die Kornkreis-Gegend in Wiltshire.

Uwe Engelmann, FGK, Heidelberg, 14.7.2001


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