Radiästhetische und geomantische Untersuchungen an einigen nordhessischen Kornkreisen

von Christian Grubert, Schlangenbad

(Letzes Update: Wednesday, 21-Apr-2004 20:50:51 CEST )

Über die Vielzahl möglicher Ley-lines in der Umgebung der nordhessischen Stadt Kassel hatte der Autor bereits an dieser Stelle berichtet (1). Dabei wurde auch darauf hingewiesen, daß es in der Gegend westlich von Kassel in den letzten Jahren vermehrt zum Auftreten sogenannter "Kornkreise" gekommen ist. (2,3,4) Die Antwort auf die Frage nach dem Ursprung dieser Erscheinungen und ob ein Zusammenhang mit den beschriebenen geomantischen Strukturen oder generell mit möglichen radiästhetischen Phänomenen bestehen könnte, wurde offengelassen.(1:80)

Im Sommer 2001 hatte der Autor die Gelegenheit, einige Kornkreise in der betreffenden Gegend näher zu untersuchen. Dabei wurden auch radiästhetische und geomantische Aspekte berücksichtigt.

Ein Untersuchungsobjekt war das Objekt "Züschen 1", eine Formation in einem Weizenfeld ca. 500 m westlich der sogenannten "Donarquelle" zwischen Züschen und Fritzlar. Am 30.6.2001 konnte der Autor mit einer Lecherantenne Typ B2 in und an der Formation zahlreiche Frequenzen muten, wie sie sonst besonders an Kultplätzen anzutreffen sind. (Lecherantenneneinstellwert 4,8/5,35/5,85/6,85/7,75/8,5/9,5/9,9/10,7/11,3) Von besonders hoher Intensität schien dabei Strahlung im Bereich 7,75 zu sein. Außerdem nahm die Strahlung nicht kontinuierlich vom Rand der Formation ins Umland hin ab, sondern in regelmäßigen Zonen höherer und niederer Intensität, die radial um das Zentrum des Kreises angeordnet waren. Man stelle sich das etwa wie die plötzlich "eingefrorenen" konzentrischen Wellen, die ein ins Wasser geworfener Stein erzeugt, vor.

Der für die Mutungen notwendige längere Aufenthalt in und am Kreis verursachte Kopfschmerz und leichte Übelkeit. Ein Phänomen, über das auch von Kornkreisforschern immer wieder berichtet wird.

Die nahe bei der Formation befindliche "Donarquelle", über der sich ein achteckiges Brunnenhaus erhebt, liefert ein stark Eisen- und CO2-haltiges Wasser.


Foto: Blick von Osten auf die Formation "Züschen 1"
(mit freundlicher Genehmigung von Dirk MÖLLER, Baunatal)

Eine vermutet Ley-Line (1:80) verbindet Züschen mit dem benachbarten Steinkammergrab (5:373ff), dem Dorf Lohne und dem Wartberg (jungneolithische Höhensiedlung, Wartbergkultur (5:160ff & 457f). I.KAPPEL wies 1981 darauf hin, daß die Längsachse des Steinkammergrabes auf den Wartberg ausgerichtet ist. (6) Das dazwischen in einer Talsenke liegende Dorf Lohne übersah sie oder erwähnt es nicht. Lohne ist vom Grab aus nicht sichtbar, seine Kirche liegt knapp südlich der gedachten Ley.

Eine astronomische Visurlinie zeigt vom Wartberg aus Richtung 240° und fällt praktisch mit der Ley Züschen-Steinkammergrab-Lohne-Wartberg zusammen. (1:81) Sie entspricht dem Sonnenuntergang bei einer Deklination der Sonne von -16° in der Nacht zum 1.November, an dem das keltische Samhain-Fest (bzw. das christliche Allerheiligen-Fest) gefeiert wurde bzw. wird. (7:284ff)

Im Frühsommer 2001 entstand etwa 1800m west-südwestlich von Züschen eine weitere Formation in einem Kornfeld (Züschen 2). Diese liegt exakt auf der gedachten Fortsetzung der oben beschriebenen Ley.

Frank LAUMEN, Klaus LISTMANN und Dirk MÖLLER (Forschungsgemeinschaft Kornkreise e.V.) und der Autor fanden beim anschließenden Kartenstudium, daß zumindest der überwiegende Teil der in den letzten Jahren bei Kassel entstandenen Kornkreise auf vermuteten Ley-Lines oder sogar auf deren Schnittpunkten liegen.

Dies wirft ein ganz neues Licht auf die Arbeitsweisen und Intentionen der oder des Urhebers des Kornkreisphänomens.

Literatur:

  1. GRUBERT, C. (2000): Bemerkungen zu "geomantischen" Strukturen in und um Kassel. Wetter-Boden-Mensch Schriftenreihe des Forschungskreises für Geobiologie Dr.Hartmann e.V., Nr.1/2000, S.76-83, Waldbrunn-Waldkatzenbach

  2. MÖLLER, Dirk (2000): Erste Formation des Kornkreisjahres 2000 in Burghasungen entdeckt! FGK Report 2/2000, S.16-17, 2 Abb., Vento Verlag, Hauenstein.

  3. LISTMANN, Klaus & RITTER, Ralf (2000): Kornkreis zwischen Zierenberg und Dörnberg. FGK Report 2/2000, S.19, 4 Abb., Vento Verlag, Hauenstein.

  4. SEURIG, Max (2000): Eine wellenförmige Spirale bei Zierenberg. FGK Report 2/2000, S.22-24, 2 Abb., Vento Verlag, Hauenstein.

  5. HERMANN, F.R. und JOCKENHÖVEL, A. (Hrsg.) (1990): Die Vorgeschichte Hessens, 533 S., 386 Abb., Konrad Theiss Verlag, Stuttgart.

  6. KAPPEL, Irene (1990): Das Steinkammergrab bei Züschen Denkmal europäischer Bedeutung in Nordhessen. Archäologische Denkmäler in Hessen Bd. 22 , 2. veränd. Aufl., Hessisches Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.), Wiesbaden 1990.

  7. BOTHEROYD, Sylvia & Paul (1996) : Lexikon der keltischen Mythologie. 4. Aufl., (1. Aufl. 1992), 378 S., zahlr. Abb., Eugen Diederichs Verlag, München.

Anschrift des Autors:

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