Sinsheim / Bergwangen

Entdeckt: 13.7.2003

Horst Grünfelder schickte uns diesen Bericht zu:

Hoax goes Sinsheim - Berwangen.

Dem Himmel sei Dank, ich meine, ich habe endlich einen künstlichen KK vor die Haustüre gesetzt bekommen.

Im Anschluß an meine erste KK Untersuchung, dem Langpiktogramm Bockschaft (FGK Report 2/2002), eine Formation die später von Ronja & Marcel in Fleißarbeit zu Kyborg/Koch’s Orion-Stern-Verschlüsselung HD-42807 (FGK Report 3/2002) hochstilisiert wurde, hatte ich mir damals gewünscht, als nächstes möglichst nur einen garantiert von Menschen gemachten KK rutentechnisch zu begehen.

Inzwischen war ich etwas genervt von einem 2003er KK, dem Langschneckengehäuse (oder eventuell ein Musikinstrument) an der A6 bei Kirchhardt, der von mir anfangs intuitiv als Landschaftskunst eingestuft wurde, sich aber dann radiästhetisch als zu komplex darstellte. Jetzt sah es so aus, als wollte diese Saison mir keine Erleichterung verschaffen.

Aber wie gesagt, dem Himmel sei Dank. Ich hatte von diesem kleineren Berwangener KK bald erfahren und er war auch unter einer anderen Kornkreis Internetadresse bereits bebildert worden. Am Sonntag nachmittag, dem 20.7.03, bin ich unter besten Voraussetzungen dort hingefahren: Es war nicht mehr so heiß, ich war mental und körperlich hervorragend entspannt, hatte jede Menge Zeit und es hätte was auch immer kommen dürfen.

Das Feld war bereits abgeerntet, aber ich wußte von dem Foto, was und wo ich zu suchen hatte. Das Yin - Yang Symbol war noch einwandfrei im Feld zu finden. Zum Rutengehen ist ein abgeerntetes Feld eine Erleichterung, fast möchte ich sagen eine Vorraussetzung für sauberes und kontrolliertes Arbeiten. Man benötigt laufend neue und ergänzende Begehungslinien, die im stehenden Korn überhaupt nicht möglich sind. Ohne diese Situation können weiterreichende Schlußfolgerungen schon spekulativ sein.

Sie werden im folgenden Text einige Aussagen antreffen, für die ich mich weit aus dem Fenster hänge, so wie ich die Überschrift bereits provokativ gewählt habe. Die sachlichen Feststellungen sind davon aber nicht berührt worden und entsprechen den Tatsachen.

1. Das Symbol:

Ich meine, das Yin - Yang Symbol wurde etwas vereinfacht und auch verdreht interpretiert. Auf jeden Fall hatte diese Art der Darstellung reichlich Arbeit gespart. Üblicherweise liegt der dunkle Innenkreis ( = Yin) in einem hellen Feld ( = Yang) und der helle IK ( = Yang) in einem dunklen Feld ( = Yin), d.h. das Korn würde im Yin IK ganz platt liegen und das helle Feld besteht aus stehendem Korn. Dies war hier schon der Fall. Aber der Yang IK war nur ein Kreisring von ca. 0,5m Breite in einem Feld mit stehendem Korn. Richtig wäre aber gewesen, daß der Yang IK aus nur stehendem Korn in einem ganz platt gelegtem ( = dunklem) Feld geformt wird. Hier wurde also reichlich Arbeit gespart.

Wenn man in Feng Shui Büchern die vorliegende Formation mit dem echten Yin - Yang Symbol vergleicht, stellt man fest, daß die geschwungene Feldbegrenzung zwischen Yin und Yang immer nur entgegengesetzt zu der im KK ausgeführten Feldgrenzlinie dargestellt wird. Haben die Bücher oder die Hoaxer hier einen Fehler gemacht ? Das Yin-Feld fehlt im KK ganz (denn das Korn steht überall), in den Büchern wird es als die Kraft des Nährens und Gebärens beschrieben.

 

2. Die konstruktive Gestaltung:

Die Hauptachse liegt auf einer Traktorspur und diese läuft genau durch die beiden IK, die Großkreismitte und die Feldgrenzlinien. Die Traktorspur ist gut nach Nord-Süd ausgerichtet. Der Außenring ist ca. 1 m breit, die Feldgrenzlinie etwa 0,5 m und der Ring des hellen IK auch etwa 0,5 m. Die IK haben etwa 3 m Durchmesser und der Großkreis knapp 30 m. Diese ca. - Maße wurden nur in Schritten ermittelt und sind für die weiteren Aussagen auch nebensächlich. Die 2. Radspur des Traktors tangiert etwa die Innenkreise.

Auf der NS Hauptachse sind die Kreismittelpunkte durch markante Einstiche im Ackerboden zu finden, Hilfspunkte also, um das Gebilde von Hand sauber ins Feld zu legen. Im Yin IK war das Loch sogar durch einen Erdstein verschlossen. Abgedeckt zeigte sich ein senkrechtes tiefes Loch mit ganz glatter Wand, die außerdem noch bläulich-rötliche Farbreste von einer Metallstange (?) enthielt, vergleichbar mit der Einschlagstelle einer Sonnenschirmhülse. Die Großkreismitte lag im Wendepunkt der Feldbegrenzung und zeigte sich als größeres Loch, das verschüttet war. Ein künstlicher Mittelpunkt des Yang IK war nicht so leicht auszumachen.

Im Großkreis lag das Korn linkszirkular, in den IK ebenfalls und auch auf den Feldbegrenzungen, aber die Halmlagen der nördlichen und südlichen Begrenzungslinien stoßen so in der Mitte zwingend gegeneinander. Warum ? oder war es Absicht. Dieser Umstand hatte mich sehr bald irritiert und war auch der Auslöser, dort am Boden rumzusuchen und somit entdeckte ich die Einstichpunkte.

3. Radiästhetische Wahrnehmungen:

Ich hatte sehr bald heraus gefunden, daß nur der nördliche IK radiästhetisch markant war.

Der südliche IK zeichnete sich durch nichts aus. Wie überhaupt die ca. unteren 65% der Formation ganz gewöhnlich waren: Zwischen den üblichen Gitternetzen war nichts und die Netze selbst waren weder besonders belastend oder anregend. Nur die zentrale Traktorspur lag auf einem Benkerstreifen (im 10m Raster anzufinden).

Der obere IK liegt auf einer markanten negativen Stelle. Erstens wird er Nord-Süd vom Benker durchquert und zweitens stellt er den Schnittpunkt einer Curry-Kreuzung dar, in diesem Fall stark pathogen, also abladend und als Wittmann´scher Minuspol bekannt. Zur Kontrolle hatte ich diesen Bereich mit der Rute sowohl mental als auch mit der halbphysikalisch abstimmbaren Lecherrute nach R. Schneider abgefragt.

Die Energiewerte liegen dort im Bereich von nur 1000 bis 3000 Bovis Einheiten ( = BE). (Näheres zu den Bovis Einheiten siehe FGK Report 2 /2002 Seite 22 ff.).Das paßt gar nicht zum schöpferischen Aspekt eines Yin IK.

Verwundert hatte mich, daß dort auch zwei geomantische Linien ( =GL) eingebunden waren. Eine endete östlich sofort nach ca. 6 m, die andere bog sich Richtung Curry hoch und endete am Großkreis. Die westlichen GL endeten ebenso am Großkreis, ca. 4m außerhalb spürte ich sie noch in den Händen, aber die Rute reagierte bereits nicht mehr und etwa 15 m weiter war nichts mehr davon zu bemerken.

Natürlich habe ich das KK-Symbol als solches energetisch untersucht. Dafür ergänzte ich die beiliegende Skizze stufenweise:

Die Formation ohne Traktorspur und ohne Kornlage ergibt ca. 3000 BE.

Die Formation mit sukzessiv eingetragener Kornlage bleibt bei ca. 3000 BE.

Die Formation mit Traktorspur und Benker + Curry ergibt 1000 bis 2000 BE.

Und die Formation mit der GL ergibt letztendlich auch nur 2000 BE.

Ich hatte mehr erwartet, zumal dem Gebilde das Yin - Yang Symbol in etwa zugrunde liegen will. Das Ganze bleibt energetisch belastend und ist somit nicht erfreulich. Dagegen wirkt das Originalsymbol aus dem Buch mit 16.000 BE richtig hochwertig auf mich.

 

4. Die Hoaxer bei der Arbeit:

Wenn man einen KK nicht nur als Landschaftskunst gestalten will, sondern auch den vielen Besuchern, die fühlig sind, an bestimmten Stellen der Formation sensorische Erlebnisse bieten möchte, ist es erforderlich, daß wenigstens einer der Macher etwas mit dem Pendel, dem Tensor oder mit einer Rute umgehen kann. Auch sollte er erkennen, welche der Gitterlinien intensiver sind, also z.B. den Benker beherbergen. Damit kann die eine oder andere Stelle der Formation für die “höheren Weihen oder die Echtheit” des KK energetisch markant hervorgehoben werden.

Unter dieser Voraussetzung kann dann das Karten- und Feldstudium tagsüber erfolgen. Weil bekannt ist, daß die Gitternetze Nord-Süd und Ost-West verlaufen, werden Feldwege ausgesucht, die in den Haupthimmelsrichtungen verlaufen. Damit ist sicher gestellt, daß die Traktorspuren im angrenzenden Feld ebenso in den Himmelsrichtungen verlaufen. Hat man derart 2 bis 3 Felder in der gewünschten Gegend auf der Karte ausgewählt und auch sichergestellt, daß das Feld von einer nahen Strasse eingesehen werden kann, geht man tagsüber mit dem Pendler vor Ort. Der Pendler muß am Feldweg dann feststellen, ob auf irgendeiner Spur eine intensivere Gitterlinie verläuft. Diese Stelle wird dann am Wegesrand markiert. Anschließend geht er mit dem Pendel in die Traktorspur hinein und achtet auf stärkere Ausschläge. Entsprechend seinem Können wird er so eine Stelle aussuchen und diese wieder für die Nacht markieren. Diesem Platz wird dann ein wesentliches Element der gewählten Formation zugewiesen.

Nachts sind die Markierungen wiederzufinden. Hier wurde mit dem Yin IK begonnen. Stange einschlagen und mit dem Seil die Kreislängen konstant halten. So wird der IK und die obere Feldbegrenzung bis zur Traktorspur hergestellt. Dort dann die Einschlagstelle für den Großkreis und weiter unten dann für den Jang IK und die weitere Feldbegrenzung.

Die Nachtarbeit erscheint mir dann nicht so wesentlich. Sicher, das Team muß eingespielt sein. Aber eine gute Fälschung machen die energetischen Merkmale aus, ansonsten ist es pure Landschaftskunst und wird die empfindsameren Besucher nicht befriedigen. Viel schwieriger ist es, gute energetische Stellen in freien Feld zu finden, denn diese sind i.a. nicht beliebig übers Land verteilt. Wenn die Hoaxer bei der energetischen Suche allerdings Glück hatten und die Ausmaße dieser Punkte, Bereiche oder Strecken zum Vorrat ihrer KK-Entwürfe gut passen, dann entsteht eine Formation, die sich, zumindest radiästhetisch, nur schwer als Schwindel entlarven läßt. Hier in Berwangen ist es 2003 jedenfalls nicht gelungen.

Horst Grünfelder, Heidelberg, 28.7.03