von Waldemar Czarnetzki
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Durch die Zusammenarbeit mit dem Ufologen und Buchautor Willi Schillings ist es gelungen,
einige Informationen zu dem Kornkreis in Beulich zu erhalten. Herr Schillings telefonierte
einige Male mit dem Jagdhüter Herrn Hammes, der den Kornkreis entdeckte, um sich ein
genaues Bild von der Situation zu machen. Im Januar 1996 telefonierte ich dann selbst mit
ihm und seiner Frau. Leider hat es zu gegebener Zeit (im Sommer) aus Zeitmangel und
anderen Problemen nicht geklappt, daß wir direkt vor Ort recherchieren konnten.
Wenn die aktuellen Informationen etwas schneller geflossen wären, dann würden
möglicherweise auch Luftaufnahmen von der Formation existieren, denn ein befreundeter
Pilot wartete auf die entscheidenden Hinweise...
Wirft man einen Blick auf eine Landkarte dieser Gegend so findet sich ein Hunnengrab
unmittelbar in der Nähe der Formation, eine bisher nicht erwähnte, aber in
meinen Augen wichtige Kleinigkeit.
Das Pictogramm wurde von Herrn Hammes am Morgen des 24.07.95 entdeckt. Am Telefon
erklärte er, daß er sehr verwundert darüber war, als er sich die
vermuteten Wildschäden anschauen wollte. Aus der Entfernung betrachtet, dachte
der Jagdhüter an Flurschäden, verursacht durch Wildschweine. Doch das Fehlen
jeglicher Spuren und Trampelpfade zu der betroffenen Stelle in dem auch sonst von
Treckerspuren freien Feld machte ihn sehr stutzig. Als er dann die Perfektion der
Ausführung des sonderbaren Musters genau betrachtete, hielt er eine "Höhere
Gewalt" unbekannter Herkunft fr den Verursacher. Er vermutete irgendein magnetisches
Energie-Etwas aus der Natur, aus dem Boden.
An den Halmen fiel ihm auf, daß sie nicht gebrochen und nicht gebogen waren,
sondern schon aus dem Boden in der Richtung des Wirbels herausragten, als ob ein
tonnenschweres Gewicht sie niedergepreßt hätte. Er zeigte dieses Gebilde
seiner Familie und benachrichtigte die Behörden und die Presse. Vor ca. 12-15 Jahren
sah er schon einmal etwas Vergleichbares an derselben Stelle! Damals erfuhr nur seine Familie
davon, denn zu dieser Zeit fürchtete sich der Jagdhüter davor, von den Menschen
nicht mehr ernstgenommen zu werden.
Letzten Sommer wunderte sich seine ganze Familie nochmals ber das wiedergekommene Muster, so
da sie das Landwirtschafts- und Umweltministerium informierten. Auch die örtlichen
Behörden und die Presse. Es war sehr enttäuschend, als die Ministerien keinerlei
Reaktionen zeigten und nur ein spöttisches Lächeln seitens der Behörden an
den Tag gelegt wurde. Eine Anfrage auf einem Flughafen hinsichtlich einer Dokumentation
der Sonderbarkeit mit Hilfe der Luftaufnahmen endete mit einem Kostenvoranschlag fr einen
solchen Flug. Diesen aus der eigenen Tasche zu zahlen, war aber zu kostspielig.
Was das Ehepaar nicht verstand, war die Tatsache, daß etwas Ungewöhnliches
deutliche Spuren hinterlassen hat, aber niemand wollte es registrieren, geschweige denn
es untersuchen. Ein starkes Gefühl der Enttäuschung und Resignation blieb übrig.
Als die Presse sich der Sache annahm, wurde es auch nicht besser. Ein Journalist wurde von
Herrn Hammes dabei beobachtet, als er mit seinem Schuhabsatz eine Mulde ins Zentrum des
Wirbels eindrückte. Vorher gab es in diesem Kornkreis keine Mulden oder Löcher!!!
Dieses Loch wird aber in den Zeitungsberichten auf einem Foto gezeigt mit entsprechendem
Lösungsvorschlag der bekannten Art...

Ein Kreis der Formation bei Beulich
(Foto: © Ute Hachemer, DJU, 56348 Petersberg)
Es hie sogar, Herr Hammes sei auch von diesem Journalisten dazu aufgefordert und
gedrängt worden Aussagen zu machen, die eine bequeme Erklärung des Phänomens
liefern würden... Wie fair von der freien und objektiven Presse! Die Fotografin, die
den Kornkreis dokumentierte, hatte auch dann sofort den Eindruck, es müsse sich hier
um einen Scherz handeln - es ist ja schlielich auch ein Loch gefunden worden. Hatte nun
wirklich jeder die Möglichkeit, sich ein objektives Bild von diesem Phänomen zu
machen?
Übrigens ist dieser Kornkreis immer noch zu sehen, denn er entstand in einem Mischfeld
aus Hafer und Klee,das erst im Herbst 96 umgepflügt wird. Eine einmalige Gelegenheit,
um einige Proben zu entnehmen, Messungen vorzunehmen und das Pflanzenwachstum zu beobachten.
Vielleicht gibt es dann noch eine weitere Geschichte zu erzählen zu diesem sonderbaren
Kornkreis im Rheinland.
Es gibt viel zu tun, packen wir es an!
Bis dahin - Ihr Waldemar Czarnetzki
Erstveröffentlichung im FGK-Report # 1/96