Kornkreise in Deutschland

Beulich (1995)

von Waldemar Czarnetzki




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Zwei Kornkreisformationen wurden der FGK 1995
in Deutschland bekannt: Marburg und Beulich.
Hier berichtet Waldemar Czarnetzki über
Besonderheiten der Formation bei Beulich.



Durch die Zusammenarbeit mit dem Ufologen und Buchautor Willi Schillings ist es gelungen, einige Informationen zu dem Kornkreis in Beulich zu erhalten. Herr Schillings telefonierte einige Male mit dem Jagdhüter Herrn Hammes, der den Kornkreis entdeckte, um sich ein genaues Bild von der Situation zu machen. Im Januar 1996 telefonierte ich dann selbst mit ihm und seiner Frau. Leider hat es zu gegebener Zeit (im Sommer) aus Zeitmangel und anderen Problemen nicht geklappt, daß wir direkt vor Ort recherchieren konnten. Wenn die aktuellen Informationen etwas schneller geflossen wären, dann würden möglicherweise auch Luftaufnahmen von der Formation existieren, denn ein befreundeter Pilot wartete auf die entscheidenden Hinweise...
Wirft man einen Blick auf eine Landkarte dieser Gegend so findet sich ein Hunnengrab unmittelbar in der Nähe der Formation, eine bisher nicht erwähnte, aber in meinen Augen wichtige Kleinigkeit.
Das Pictogramm wurde von Herrn Hammes am Morgen des 24.07.95 entdeckt. Am Telefon erklärte er, daß er sehr verwundert darüber war, als er sich die vermuteten Wildschäden anschauen wollte. Aus der Entfernung betrachtet, dachte der Jagdhüter an Flurschäden, verursacht durch Wildschweine. Doch das Fehlen jeglicher Spuren und Trampelpfade zu der betroffenen Stelle in dem auch sonst von Treckerspuren freien Feld machte ihn sehr stutzig. Als er dann die Perfektion der Ausführung des sonderbaren Musters genau betrachtete, hielt er eine "Höhere Gewalt" unbekannter Herkunft fr den Verursacher. Er vermutete irgendein magnetisches Energie-Etwas aus der Natur, aus dem Boden.
An den Halmen fiel ihm auf, daß sie nicht gebrochen und nicht gebogen waren, sondern schon aus dem Boden in der Richtung des Wirbels herausragten, als ob ein tonnenschweres Gewicht sie niedergepreßt hätte. Er zeigte dieses Gebilde seiner Familie und benachrichtigte die Behörden und die Presse. Vor ca. 12-15 Jahren sah er schon einmal etwas Vergleichbares an derselben Stelle! Damals erfuhr nur seine Familie davon, denn zu dieser Zeit fürchtete sich der Jagdhüter davor, von den Menschen nicht mehr ernstgenommen zu werden.
Letzten Sommer wunderte sich seine ganze Familie nochmals ber das wiedergekommene Muster, so da sie das Landwirtschafts- und Umweltministerium informierten. Auch die örtlichen Behörden und die Presse. Es war sehr enttäuschend, als die Ministerien keinerlei Reaktionen zeigten und nur ein spöttisches Lächeln seitens der Behörden an den Tag gelegt wurde. Eine Anfrage auf einem Flughafen hinsichtlich einer Dokumentation der Sonderbarkeit mit Hilfe der Luftaufnahmen endete mit einem Kostenvoranschlag fr einen solchen Flug. Diesen aus der eigenen Tasche zu zahlen, war aber zu kostspielig.
Was das Ehepaar nicht verstand, war die Tatsache, daß etwas Ungewöhnliches deutliche Spuren hinterlassen hat, aber niemand wollte es registrieren, geschweige denn es untersuchen. Ein starkes Gefühl der Enttäuschung und Resignation blieb übrig. Als die Presse sich der Sache annahm, wurde es auch nicht besser. Ein Journalist wurde von Herrn Hammes dabei beobachtet, als er mit seinem Schuhabsatz eine Mulde ins Zentrum des Wirbels eindrückte. Vorher gab es in diesem Kornkreis keine Mulden oder Löcher!!! Dieses Loch wird aber in den Zeitungsberichten auf einem Foto gezeigt mit entsprechendem Lösungsvorschlag der bekannten Art...

Ein Kreis der Formation bei Beulich
(Foto: © Ute Hachemer, DJU, 56348 Petersberg)

Es hie sogar, Herr Hammes sei auch von diesem Journalisten dazu aufgefordert und gedrängt worden Aussagen zu machen, die eine bequeme Erklärung des Phänomens liefern würden... Wie fair von der freien und objektiven Presse! Die Fotografin, die den Kornkreis dokumentierte, hatte auch dann sofort den Eindruck, es müsse sich hier um einen Scherz handeln - es ist ja schlielich auch ein Loch gefunden worden. Hatte nun wirklich jeder die Möglichkeit, sich ein objektives Bild von diesem Phänomen zu machen?
Übrigens ist dieser Kornkreis immer noch zu sehen, denn er entstand in einem Mischfeld aus Hafer und Klee,das erst im Herbst 96 umgepflügt wird. Eine einmalige Gelegenheit, um einige Proben zu entnehmen, Messungen vorzunehmen und das Pflanzenwachstum zu beobachten. Vielleicht gibt es dann noch eine weitere Geschichte zu erzählen zu diesem sonderbaren Kornkreis im Rheinland.
Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Bis dahin - Ihr Waldemar Czarnetzki



Erstveröffentlichung im FGK-Report # 1/96


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