von Jens Berkmann

Das Ereignis, welches sich bereits im Frühjahr 1991, kurz vor dem Beginn
des großen Kornkreis-Fiebers in Deutschland, darbot (wer wird denn da
gleich wieder Zusammenhänge wittern ?), hat damals aber anscheinend
niemanden so richtig interessiert oder wurde schlicht und ergreifend
übersehen.
Denn obwohl es an einem sonnigen Frühlingstag für ca. 30 Minuten am
Himmel über Niedersachsen, nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen,
beobachtet werden konnte, sind, soweit bekannt, nirgens Berichte über das
Schauspiel erschienen.
Auch ich hatte das Ereignis bald wieder vergessen und erinnerte mich erst
kürzlich wieder an das Phänomen, als ich bei einer Reorganisation
meines privaten Fotoarchivs auf einige Negative stieß.
Ich war damals auch nur beiläufig auf diesen schmalen leuchtenden Ring am
Himmel aufmerksam geworden, als ich zufällig im Garten hinter dem Haus
meiner Eltern stand und nach oben sah.
Zunächst erblickte ich nur einen Ausschnitt einer weißen Kurve am
Himmel, die ich im ersten Moment für einen der üblichen
Kondensstreifen eines Flugzeuges hielt.
Doch das war kein Kondensstreifen, es war ein Lichtbogen, nein kein Bogen
sondern ein ganzer Ring, denn ich bemerkte, daß sich dieser Bogen rund um
mich herum zu einem Ring schloß und mit seinem Durchmesser von
schätzungsweise einigen hundert Metern unbeweglich am Himmel stand,
während die paar Wolken, die sich am Himmel befanden unter ihm vorbeizogen.
Der Ring zeigte sich in Höhe einer dünnen schleierartigen
Wolkenschicht und wurde abschnittsweise von den tiefer vorbeiziehenden Wolken
verdeckt, ohne sich auf diesen sichtbar zu manifestieren.
Daher scheint eine Lichtreflexion an einer spiegelnden Fläche auf der Erde
eher wenig wahrscheinlich.
Doch wo war der Ursprung dieses Ringes aus Licht, der sich dort am Himmel
darbot, zu suchen ?
Da mir der Ring nicht optisch verzerrt, sondern wirklich kreisrund erschien,
scheint es am wahrscheinlichsten die Quelle genau über dem Ring zu
vermuten.
Hätte es sich um eine seitliche Reflexion/Einstrahlung gehandelt, wäre
es zu einer Verzerrung des geometrischen Musters gekommen und man hätte
keinen Ring sondern ein Oval sehen müssen.
Dies war jedoch nicht der Fall.
Aber auch oberhalb des Ringes war nichts zu entdecken, was in irgendeiner Weise
Ausgangspunkt für diesen hätte sein können.

Ich habe für dieses Phänomen bis heute keine konkrete Erklärung.
Auch habe ich nirgens je von einer ähnlichen Beobachtung gehört.
Aber sicher gibt es viele Dinge, von denen ich bisher nichts gehört habe,
die aber anderen durchaus geläufig seien mögen.
Falls dies auch hier der Fall ist, also jemand schon einmal ähnliches
beobachtet hat oder gar eine Erklärung für das geschilderte
Phänomen anbieten kann, so möge derjenige/diejenige sich
bitte mit mir in Verbindung setzen.
Meine Adresse lautet:
Jens Berkmann
Vor dem Walde 6
31718 Pollhagen
Germany
Fax: +49-5721-923020
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Jens.Berkmann@t-online.de
Die Erstveröffentlichung dieses Berichtes erfolgte im FGK-Report # 2/1995