von Lars Uwe Ittig
(Shortened) English version of this report
Nach den vorangegangenen Projekten ging es nun diesmal um die verursachende Kraft, die das ursprüngliche Phänomen der Kornkreise produziert. Dabei hatte ich absichtlich außer Acht gelassen, wer oder was nun die verursachende Quelle der Kornkreis-Piktogramme ist; also ob es Menschen sind, die sich des Nachts in Felder stellen und diese Symbole reproduzieren, oder ob es sich um Außerirdische mit ihren UFOs handelt, die sich mit ihren Vehikeln über den Feldern positionieren und mittels Lichtstrahlen diese Formen ins Korn pressen.
Als Resümee kann ich jetzt schon sagen, daß keine der beiden Möglichkeiten für das ursprüngliche Phänomen der Kornkreise verantwortlich sein kann. Natürlich hat es sich, so denke ich, dahin entwickelt, daß zum einen die wildesten Spekulationen über UFOs und grüne Männchen "ins Kraut" schossen und daß zum anderen natürlich Leute einzelne Piktogramme anlegten, um einer ernsthaften Nachforschung den Garaus zu machen. Wie ich aber immer wieder feststellen konnte, fiel die optische Qualität dieser "man made"-Piktogramme immer sehr stark ab. Mein Interesse an den Kornkreisen begann im Sommer '93, als ich einen kleinen Kreis ursprünglich zum Scherz anlegte, wobei während dieser Aktion aber UFOs - ich nenne sie Lichtobjekte (sie waren weißleuchtend und hatten keine grobstoffliche Form) auftauchten. Es wiederholten sich während der folgenden Monate mehrere Ufo-Sichtungen, und erst im März dieses Jahres meldete sich ein junger Mann aus meinem Wohnort, der diese erste Sichtung im Jahre '93 ebenfalls aus seinem Blickwinkel mitbekommen hatte.
Ein interessantes Detail ist jenes Erlebnis, das ich im Zusammenhang mit meiner ersten Fälschung im Sommer '93 hatte. Dieses Piktogramm konnte ich von dem Fenster meines Zimmers aus beobachten, und ich sah zwei Tage nach dem Anlegen, als ich durch ein Fernglas das Piktogramm genauer beschaute, wie eine unsichtbare Kraft eine geschlängelte Linie vom mittleren Kreis bis zum unteren Pfad herunterzog. Als diese Kraft in dem unteren Pfad war, konnte ich durch die Schräglage des Feldes halb in diesen Pfad hineinschauen. Nun erkannte ich, daß dort absolut keine Quelle zu erkennen war, die diese Linie hätte formen können. Dann zog sich diese geschlängelte Linie wieder hoch zu dem mittleren Kreis, und als diese Kraft wieder in dem mittleren Kreis war, sah ich ein kurzzeitig stark aufblitzendes Licht in diesem Kreis. Welcher Art mag wohl diese Energie gewesen sein, fragte ich mich schon damals, die solch eine Linie formen kann?
In den Projekten 1994 und 1995 ging es mir darum, ob zum einen durch die menschliche "Fälschung" eines Piktogramms über Nacht solche Ufo-Sichtungen reproduziert werden können, wie sie bei mir 1993 auftraten, und ob es möglich ist, Formationen nach einer genauen Skizze originalgetreu und in der gleichen Perfektion nachts anzulegen. Es gelang nur einmal eine erneute Sichtung eines kleinen, im Zickzack über den Beobachtern herfliegenden Objekts während des Anlegens einer Formation an den Externsteinen im Juni '94, die Christian Kaese von der FGK auch auf Fotos festhalten konnte. Unklar blieb es, ob es sich wirklich um ein UFO oder um einen Satelliten gehandelt hatte. Als Fazit im Sommer '95 konnte ich sagen, daß es sehr wohl möglich ist, im Dunkeln einfache, kleine Formationen anzulegen, daß es aber unmöglich ist, von Menschenhand komplexe Formen zu erschaffen. Es blieb wieder die Frage: Welche aktive Kraft produziert die Kreispiktogramme?
Mein diesjähriges Projekt begann ich damit, daß ich einem Dutzend Zeitungen und einigen Zeitschriften in ganz Deutschland einen Aufruf zusandte. In diesem Aufruf suchte ich freiwillige Menschen, die sich daran beteiligen sollten, eine bestimmte Kornkreisformation durch ihre Gedankenkraft entstehen zu lassen. Mein Gedankenansatz war: Entstehen Kornkreise nicht letztendlich durch geistige Kräfte? Diese Schlußfolgerung war recht einfach, weil ich erkannt hatte, daß die Kornkreis-Piktogramme Symbole sind, die eindeutig einem geistigen Wirken entstammen. Die Frage ist: Wenn eine Sache etwas Geistiges darstellt, wird es nicht letzten Endes durch geistige Kräfte geformt?
Nun, meinen Aufruf druckten nur zwei Zeitungen und zwei Zeitschriften ab, und es meldeten sich insgesamt vier Leute. Das war recht wenig, und so bezog ich einige Leute aus meinem Bekanntenkreis und eine Anzahl von Mitgliedern aus der FGK von vornherein ein, indem ich ihnen die Briefe mit der Projektbeschreibung zusandte. Insgesamt waren somit 50 Leute an dieser gedanklichen Projektion beteiligt.
Das gedankliche Manifestieren wurde über ein Foto gemacht, das eine Schrägansicht des Projektfeldes mit den hineinkopierten Schablonen der Kreise darstellte. Die Form stellt einen Zentralkreis mit vier Außenkreisen dar (ein sogenanntes Keltisches Kreuz). Zur Erleichterung lieferte ich eine Senkrecht-Skizze der Formation sowie ein Foto der Externsteine mit, also dem Ort, in dessen Nähe das Projektfeld lag (genau 3,3 km nordwestlich der Externsteine, um es genau zu sagen).
Enttäuschend war die Antwort der Parapsychologischen Fakultät in Freiburg. Ihre Meinung war, daß dieser Versuch den gleichen Erfolg haben würde, als wenn ich gedanklich die Spitze des Eiffelturms in Paris um 30 Grad verbiegen wolle. Auch ein erzürnter Anrufer beschimpfte mich und meinte, daß diese "paranormalen" Kräfte nur genialen Menschen wie Uri Geller zuzurechnen seien. Gut, es gibt verschiedene Meinungen, und ich habe sie auch alle akzeptiert. Nur, wie soll man je in einer Forschung weiterkommen, wenn man bestimmte Möglichkeiten nicht ausleuchtet?
Die gedankliche Konzentration mittels des Fotos begann Mitte Juni und sollte an drei Tagen pro Woche durchgeführt werden. Dieser gedankliche Wunsch sollte eben auf das bestimmte Feld und auf ein ganz bestimmtes Datum, den 13. Juli, projiziert werden. Die genaue Position hatte ich bewußt unklar gelassen, so daß außer mir und einigen wenigen Leuten aus der FGK niemandem das genaue Feld bekannt war.
Laut Skizze hatte ich vorgegeben, daß der zentrale Kreis doppelt so groß sein sollte wie die Außenkreise. Der Abstand sollte das Maß des Außenkreises sein. Tatsächlich war es so, daß bei der später wirklich entstandenen Formation in unmittelbarer Nähe zu dem Projektfeld nur der rechte und der untere Außenkreis die geforderte Größe der Hälfte des Zentralkreises besaßen. Der Zentralkreis hatte einen Durchmesser von 30 Metern, die beiden (der rechte und untere Kreis) Kreise hatten jeweils einen Durchmesser von 15 Metern, während der linke und der obere Kreis mit jeweils 11 Metern ausfielen. Der Abstand von allen Außenkreisen zum Zentralkreis ist sehr gering und beträgt, außer bei dem linken Kreis, 1 Meter. Der linke Kreis ist in der waagrechten Linie merklich nach unten gerutscht und hat einen Abstand von 3 Metern. Links von diesem linken Kreis liegt in 11 Metern Abstand ein "Grapeshot", ein Mini-Kreis, neben einer Traktorspur mit einer Größe von 1,10 Metern Durchmessern. Alles in allem war es doch eine recht asymmetrische Form, die da tatsächlich entstanden war.

Vorgegebenes Piktogramm (Keltisches Kreuz) für die
gedankliche Konzentration auf den 13.07.1996 und
für ein anderes Feld als jenes, auf dem die Formation
schließlig entstand

Real entstandenes Piktogramm, bisher vermutetes Ent-
stehen am 29.06.1996, tatsächlich aber schon vor dem
23.06.1996 entstanden.
Veränderte Variante des Keltischen Kreuzes, der Form
eines "Quinkunx-Mandalas" ähnelnd.
(Zeichnungen: Lars Uwe Ittig)
Für Ende Juni war ich zu einer Fernsehsendung (Talkshow "Juliane und Andrea") nach Dresden eingeladen worden. Kurz bevor ich am 27.06. losfuhr, rief mich eine Frau Schurig an, die aufgrund des Aufrufs im FGK-Report auch gerne meine Unterlagen haben wollte. Gesagt, getan, ich schickte ihr die Photos und Schriftstücke zu, und am darauffolgenden Tag machte ich mich auf die Reise. Insgesamt hielt ich mich zwei Tage in Dresden auf und reiste zum 29.06., einem Samstag, gen Heimat zurück. Am Montag, dem 01.07., bekam ich einen Brief von Frau Schurig mit einem sehr interessanten Text. Der Brief war vom 28.06. datiert, und sie beschrieb, wie sie während einer Meditation, die sie am vorhergehenden Tag durchgeführt hatte, dieses Symbol vor ihrem inneren Auge (dem "dritten Auge") visualisiert hatte.
Nachdem sie sich auf die Skizze mit dem Symbol konzentriert hatte, begann sich vor ihrem inneren Auge ein Feuerrad zu drehen. Dieses "Feuerrad", das sich entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen begann, beschrieb sie ähnlich einem Feuerwerks-Rad, das zu Silvester an einen Pflock genagelt und angezündet wird. Es schien für sie, als sei der große Spiralkreis in Bewegung geraten. Ebenfalls konnte sie die kleinen Kreise als Spiralformen erkennen, aber das nur recht undeutlich. Kurzzeitig konnte sie eine bestimmte Uhrzeit - 2 Uhr nachts - erfassen.
Am Dienstag, dem 02.07., fuhr ich zu dem Bauer hinunter, um wegen dem Zustand des Feldes für das Projekt zu fragen. Es war ein verregneter Tag, und nach einer kurzen Unterhaltung führte er mich in den Garten hinter seinem Haus. Er zeigte auf das Feld, das sich auf einem Hügel hinter dem Garten herunterzog und fragte mich, was das sein könne, was dort in dem Weizenfeld liege. Ich war völlig baff, denn da lag die Kornkreisformation in dem Feld!
Es war genau die Form, die zu projizieren versucht worden war: ein zentraler Kreis mit vier Außenkreisen. Der Bauer berichtete mir, daß er diese Kreise das erstemal am Samstagmorgen gesehen hatte. In der Nacht zuvor, also vom 28. zum 29. Juni, hatte es in Strömen ununterbrochen geregnet, wie er mir erzählte, und auch am nächsten Morgen, als er früh aufstand, um die Kühe auf die Weide zu treiben, nahm der Regen kein Ende.
Nachdem Herr Wilkening, ein Luftbildfotograf, zwei Wochen nach Entstehen der Kreise Luftbilder geschossen hatte, stellte sich heraus, daß es doch einige Unterschiede zu der vorgegebenen Formation gab.

Luftaufnahne der Formation bei Fromhausen
Foto: Dirk Wilkening
Als Vergleich kann ich sagen, daß meine Fälschungen insgesamt maximal einen Durchmesser von knapp über dreißig Metern hatten, während bei dieser Formation allein der Zentralkreis einen Durchmesser von 30 Metern besaß. Um auf die Fälschungstheorie anzusprechen: Ich hätte die gesamte Form viel kleiner und möglichst genau nach der Vorlage in das Korn gepreßt, wenn ich damit Leute in die Irre führen wollte. Vor allem wäre ich nicht in einer verregneten Nacht in ein Feld gegangen, weil solch eine Aktion zuviele Trampelspuren infolge der verlehmten Schuhe und der Gerätschaften hinterlassen würde. Skepsis ist natürlich angebracht, aber wer unter den ungünstigsten Voraussetzungen eine solche Formation fälschen will, muß ein Meister des Fachs sein. Das merkwürdigste Detail ist eine senkrechte Linie, die von dem oberen Kreis durch den Zentralkreis zu dem unteren Kreis führt. Hier ist das Korn gleichmäßig stärker niedergedrückt worden, und dieses Detail ist mir überhaupt nicht aufgefallen, als ich in dem Kreis stand, sondern es fiel mir erst auf, als ich die Luftbilder sah. Frau Schurig berichtete mir, daß sie bei ihrer ersten Visualisierung, als sie das Feuerrad vor ihrem geistigen Auge hatte entstehen sehen, versucht hatte, eine gedankliche Linie zwischen den Außenkreisen innerhalb des Zentralkreises zu ziehen, um sich ihre innere Vorstellung zu erleichtern.
In der Nacht zum 13. Juli wurde noch eine Nachtwache an dem Projektfeld durchgeführt, aber in dieser Nacht geschah nichts Besonderes. Somit kann man sagen, daß ein konkreter Beweis für das Entstehen der Kornkreise weiterhin ausbleibt. Man könnte es damit bezeichnen, daß sich das Phänomen hier wieder einmal "aus der Affäre gezogen" hat. Es entstand zwei Wochen nach dem Anlauf der gedanklichen Projektion neunhundert Meter nordwestlich von dem Projektfeld die gewünschte Kornkreis-Formation während einer verregneten Nacht, die einige deutliche Abweichungen von der vorgegebenen Form enthält.
Was heißt das?
Meine These geht dahin, daß Kornkreise aus Bewußtseinsfeldern geschaffen werden, den sogenannten "morphogenetischen Feldern" laut Rupert Sheldrake. Diese Energien müssen ja irgendwo bleiben, eben, weil ja bekannt ist, daß niemals Energien verlorengehen. Es ist möglich, daß diese Gedankenformen durch einen energetischen Überträger physisch in ein Feld manifestiert werden können. Ich denke mir, daß die Piktogramme das kollektive Unbewußte in uns Menschen ansprechen, denn sonst würden diese Symbole nicht solch eine Vielzahl von Menschen ansprechen. Sie sind nur für unseren Bewußtseinsprozeß gedacht, für unsere innere Weiterentwicklung, und nicht dafür, um den Bauern zu ärgern oder das Sommerloch in der Zeitung zu füllen.
Lautet der Schlüssel zu der Lösung des Kornkreisphänomens "Visualisierung" von Gedankenformen?
Meine Meinung ist, daß wir uns darüber klar sein müssen, daß alles, was wir erschaffen, zuerst in unseren Gedanken Formen annimmt, immer und jederzeit! Wir müssen das "Bewußt-Sein" über unsere eigenen Gedanken entwickeln, das ist es, was ich hiermit sagen will. Frau Schurig konnte einen Tag vor Entstehen der Formation während der Visualisierung einen deutlichen Zentralkreis in der Form eines "Feuerrads" erkennen und die anderen Kreise nur erahnen. Tatsächlich ist der zentrale Kreis exakt und sehr genau, während die äußeren Kreise ihre runde Form verloren haben und ein Kreis völlig aus der richtigen Position geriet. Dies kann ein Ergebnis davon sein, daß in den vorhergehenden Wochen eine Gedankenform gebildet wurde. Diese Form, dieses Bewußtseins-Feld, hat Frau Schurig sozusagen "angezapft" und es zu konkretisieren versucht, indem sie es visualisierte.
Interessant ist es anzumerken, daß diese Form von Visualisierung eine Art der Technik ist, wie sie schon bei Schamanen angewendet wurde. Es gibt eine interessante Parallele, die ich kurz andeuten möchte. 1994 besuchte Colin Andrews einen Schamanen, der während einer Meditation ein Symbol vor seinem geistigen Auge hatte entstehen sehen, und zwar an einem Platz, an dem der letzte Zeremonialtanz stattgefunden hatte.
Der Schamane gab Herrn Andrews darüber eine Zeichnung, und wenig später entstand eine große Kornkreisformation bei Devizes in Wiltshire, die "King Scorpion" genannt wurde und der vorher erstellten Zeichnung haargenau glich - eines Schamanen, der bis dato nie in England gewesen ist und nie eine Kornkreis-Formation gesehen hat. Ist das nicht auffällig? Ich denke, man sollte sich in dieser Hinsicht einmal Gedanken machen (im wörtlichen Sinne).
Wenn meine These über das Entstehen der Kornkreise durch Gedankenformen stimmt, so ergibt sich:
* Solche exakten und enormen Piktogramme wie "Julia's Set" von '96 bei Stonehenge - eine Spirale aus 151 wundervoll angeordneten Einzelkreisen! - müssen von kosmischen Wesen stammen, die mit haarscharf formulierten Kräften, eben ihren Gedankenkräften, diese Piktogramme formen, denn
* es ist erwiesen, daß UFOs und Lichtobjekte Begleiterscheinungen der Kornkreise sind, die hier allem Anschein nach nur eine Beobachterrolle einnehmen und den Menschen ihre Präsenz offenbaren.
* Diese Wesen unterscheiden sich nicht im geringsten von uns, außer in dem Punkt, daß sie ein enorm höher entwickeltes Bewußtsein über sich haben, also damit ein vollständigeres "Bewußt-Sein" über die Kräfte und Auswirkungen ihrer Gedankenformen besitzen.
* Daraus folgt, daß - wie es durch die drastischen Veränderungen innerhalb des Bildes der Kornkreis-Piktogramme innerhalb der letzten sechs Jahre abzulesen ist - wir jetzt darauf gedrängt werden, unser Bewußtsein zu öffnen, weil es
* offensichtlich ist, daß die UFOs - also die Lichtobjekte und diverse Fluggeräte - und Kornkreise die "Zeichen am Himmel und auf der Erde" sind, wie sie in der Bibel in den Zeiten der kommenden Veränderungen angekündigt wurden.
Was sagt Ihr Verstand dazu, und was fühlt ihr Inneres - ihr Herz - dazu?
Lesen Sie in Ergänzung zu diesem Artikel auch die Seiten
*Ergebnis einer geometrischen Ausmessung der Formation bei Fromhausen von Wolfgang Schindler
*Geographische Ausrichtung des Piktogramms und eine mögliche energetische Erklärung von Lars Uwe Ittig
Erstveröffentlichung im FGK-Report # 3/96