Kornkreise bei Kassel

von Wolfgang Schöppe



Kassel stand dieses Jahr im Mittelpunkt des Kornkreisgeschehens:
Drei Formationen wurden entdeckt und gemeldet. Presse, Rundfunk
und Fernsehen haben über die Ereignisse berichtet. Zwei der
Formationen stellen eine neue Stilrichtung dar; es handelt sich bei
den Kornmustern um Labyrinthe.



Kornkreis an der Autobahn A44 bei Zierenberg

Luftaufnahme des "Labyrinth" an der Autobahn A44
Foto: Wolfgang Schöppe

Am Morgen des 30.6.97 entdeckte Herr Ekkard Weber einen neuen Kornkreis. Einen Tag vorher entdeckte er, quasi vor seiner Haustür den Burghasunger Kornkreis. Herr Weber war auch einer der ersten, der vor einem Jahr die Kreise ganz in der Nähe von seinem Wohnort Burghasungen entdeckt hat. Er selber beschäftigt sich intensiv seit etwa 3 Jahren mit dem Kornkreisphänomen und fährt auch jedes Jahr nach England. Seine Lebensgefährtin ist medial begabt. Sie war in allen drei Kornkreisen und hat wie viele andere Menschen positive wie negative Energien gespürt. In dem selbst gemachten Kreis der FGK-Gruppe hat sie allerdings keinerlei Energien verspürt. Herrn Weber kenne ich mittlerweile gut und bin ihm dankbar, daß er mich über beide Kreise sofort informiert hat.

Am 30.6. gegen 18.00 Uhr fuhr ich zu Herrn Weber, um mit ihm zu dem neuen Kreis zu fahren. Am Burghasunger Kreis trafen wir zwei Frauen, die ich kenne; sie fuhren sofort hinter uns her. Kurz vor dem neuen Kornkreis an der A44 trafen wir Herrn Listmann mit seinem Auto. Auch er folgte uns.

Der Kreis befand sich etwa 300 m neben der Autobahn A44, schräg an einem Hang in einem Weizenfeld. Das Korn war weitgehend niedergedriickt und sauber abgegrenzt. Die meisten Knoten der Halme waren ganz fein durchlöchert, was auf eine kurzzeitige Erhitzung hinwies. Der Außendurchmesser betrug etwa 34 m. Während die meisten Besucher in den Kreis marschierten, machte ich Luftaufnahmen mit meinem Modellflugzeug, in das eine Kamera eingebaut ist. Die Fotos von diesem Flug sind leider nichts geworden. Entweder weil es schon langsam dunkel wurde (20.00 Uhr), stark bewölkt war oder der Filmtransport nicht klappte. Am 2.7.97 wiederholte ich den Fotoflug, wobei die Bilder gut geworden sind und der Kornkreis gut zu sehen ist. Über allen drei Kreisen hatte ich keinerlei Funkstörungen in meiner Fernsteuerung. Keine Schäden am Flugmodell oder an der Kamera. Herr Weber hat folgende Interpretation über den Kornkreis: Ein klassisches Nordisch-Germanisches Trojanisches Labyrinth oder eine Trojaburg. Medien bezeichnen es als Herzchakra Europas, und es liegt als Akkupunkturpunkt auf einer starken Leylinie. Der Kreis soll den kultisch-ethisch-astronomischen Hintergrund darstellen. Einige Besucher des Kreises hatten Schwierigkeiten mit ihrem Herzen. (Herzchakra!).

Ein FGK-Team bei der Untersuchung und Vermessung der Formation
Foto: Harald Hoos


Erwähnenswert wäre noch, daß der Mittelpunkt aller drei Kreise zwischen den Traktorspuren liegt. Herr Weber meinte auch, es müßten mindestens drei Faktoren zusammenkommen, damit ein Kornkreis entsteht:

· Erdenergien

· feinstoffliche Wesenheiten (Dewas)

· Bewußtsein vieler Menschen in der Nähe für dieses Phänomen.

Am 5.7.97 trafen sich der Vorstand der FGK, sowie Herr Listmann, Herr Ring, Herr Hempel und ich, insgesamt 12 Personen, am Nachmittag beim Kornkreis an der A44. Meine Luftaufnahmen von den drei Kreisen hatte ich mitgebracht, und sie wurden bestaunt. Obwohl sie mit einer kleinen, einfachen Kamera gemacht worden sind, ist die Qualität recht gut. Im Kreis selbst hätte man noch viel mehr vermessen können, doch die Zeit und die Meßgeräte waren einfach zu knapp. Dafür machte ich am 4.7.97 in der Nacht Stereofotos mit zwei hochempfindlichen Filmen (ASA 1600) von allen drei Kreisen. Leider war auf den Fotos nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Ich bin öfters am Tage und auch in der Nacht in den Kreisen gewesen und habe auch Blitzlichtaufnahmen gemacht.

Kornkreis bei Burghasungen

Luftaufnahme der Formation bei Burghasungen
Foto: Wolfgang Schöppe

Am 29.6.97, morgens um 8.00 Uhr, rief mich Herr Weber aus Burghasungen an. Er teilte mir mit, daß er früh am Morgen immer erst vom Berg auf die Getreidefelder schaue, um nach Kornkreisen zu suchen. Er fand zu seinem Erstaunen einen großen Kornkreis in den Feldern unterhalb Burghasungen. Ich solle gleich kommen und Luftaufnahmen machen, sowie beim Vermessen des Kreises helfen. Der größte Teil meiner Ausrüstung, samt Flugmodell, war noch im Auto, da ich ja mit der FGK-Gruppe in derselben Nacht in Dorla am Kornkreis war. Von Dorla her konnten wir gegen 23.00 Uhr nachts über dem Gebiet Burghasungen eine eigenartige Regenschleierwolke beobachten und mit der Videokamera filmen. Auf dem Film sieht man ein helleres Objekt, was für die Entstehung der beiden Kornkreise - Burghasungen und A44 - verantwortlich hätte sein können.

Herr Weber kam mir zur selben Zeit in seinem Auto entgegen, und wir fuhren in den schmalen Weg neben den Kornkreis hinein. Er hatte seine Familie mitgebracht und seinen Hund, der später im Kreis einen Schrei losließ und verstört im ganzen Kreis umherlief, was ich teilweise auch gesehen habe.

Wir liefen dann durch die Traktorspuren in den Kornkreis und sahen ein labyrinthartiges Muster vor uns. Die Weizenhalme waren gebogen und fest an den Erdboden gedrückt. Auch in diesem Kreis waren die Knoten der Halme fein durchlöchert. Ich machte einige Fotos mit Hilfe meiner 4 Meter langen Alu-Stange und mit Selbstauslöser. Ein Fischaugenobjektiv verhalf mir zu einem größeren Fotowinkelbereich. Ein Bekannter von Herrn Weber war auch dabei. Sie beide nahmen mein 20 m Bandmaß und vermaßen den Kornkreis. Ich bin dann zum Auto gegangen und habe mit dem Flugmodell einen Fotoflug von etwa 6 Minuten gemacht. Durch die Auslösung über meine Fernsteuerung konnte ich gezielt Fotos vom Kreis machen. Durch den Filmtransportmotor in der Kamera bekam ich über 30 Luftaufnahmen (Farbfilm ASA 100, Flughöhe 50 - 200 Meter). Die Landung erfolgte im Weizenfeld 20m von mir entfernt. Ich hatte kaum mein Flugmodell am Auto abgestellt, da kam der alte Bauer mit seinem Sohn im Pkw angefahren. Er war sehr verärgert über uns und wollte eine Entschädigung haben. Bei diesem Gespräch war ich leider ganz alleine, da die anderen alle im Kreis waren. Durch die kleine Kuppe waren sie auch nicht zu sehen. Mit viel Mühe habe ich den Bauer von einer Anzeige abgehalten. Als alle Personen aus dem Kreis zurückkamen, erzählte ich ihnen von dem Vorfall. Der Bauer war inzwischen verschwunden. Durch die starke Beobachtung und Androhung des Bauern ist uns allerdings der schöne Kornkreis lange erhalten geblieben. Auch die schweren Unwetter konnten ihn nicht schädigen. Wir alle sind dann zu Herrn Weber heimgefahren, um uns über die neuen Vorgänge zu unterhalten. Die Energien hatten ihnen doch leicht zugesetzt und sie rieten ab, sich in neu entstandenen Kornkreisen länger aufzuhalten. Mit dem Trifeldmeter könnte man allerdings solche Energien messen. Das Meßgerät stand uns nicht rechtzeitig zur Verfügung. Spätere Messungen in den drei Kornkreisen haben nichts ergeben.



Innenansichten der Burghasungener Formation
Fotos: Wolfgang Schöppe

Herr Weber könnte stärker in das Kornkreisphänomen eingebunden sein als Herr Listmann, Herr Hempel oder ich. Ein Medium hatte bereits vor der Entstehung des Kornkreises in Burghasungen Herrn Weber darauf hingewiesen, daß dieses Jahr ganz in der Nähe ein Kornkreis entstehen solle. Er war trotzdem sehr überrascht, aber auch glücklich. Seine Interpretation zum Kreis: Es könnte etwas mit dem Atlantiskreuz zu tun haben. Der Kreis hat eine starke Ähnlichkeit zum britischen Labyrinthenberg Gormwall vom Glastonbury Tor. Das Labyrinth stellt in diesem ethischen Sinne dann ein Symbol dar, das dem Menschen den Weg zu einer tieferen Einsicht und zum Sinn seines Daseins zu eröffnen vermag oder zeitgemäß ausdrückt, ein Weg zur Selbstverwirklichung und Besinnung weisen kann. Tod und Wiedergeburt, Irrgarten, Gewißheit, Ordnung, Orientierung, Ausdruck, Suche nach Einheit, Ganzheit. Beides haben wir angesichts der Unübersichtlichkeit, der Zersplitterung unserer Lebensumstände in tausend Einzelaspekte dringend nötig.

Auch Erklärung des Kornkreisphänomens!

Am 3.7.97 um 14.30 Uhr traf ich mich mit Herrn Listmann an der Autobahnabfahrt Zierenberg, wo wir dann mit einem HR 3 Fernsehteam zum Kornkreis bei Burghasungen fuhren.

Kurz nachdem wir alle in den verbotenen Weg am Kornkreis gefahren waren, kam der Bauer mit einem seiner Söhne angefahren. Das Fernsehteam wollte gerne mit Genehmigung des Bauern, in dem Kreis und filmen. Aber der Bauer erlaubte es nicht. Ich habe wiederum mit dem Bauern gesprochen und verhindert, daß er die Polizei rief. Sie filmten dann meine Luftaufnahmen der drei Kornkreise und das in meiner Hand gehaltene Flugmodell mit der Kamera. Dann fuhren wir auf die Anhöhe und sie filmten den Burghasunger Kornkreis von oben und mit Telezoom den Kreis an der Autobahn. Anschließend filmten sie Herrn Listmann und fragten ihn nach seiner Theorie.

Mein Urlaub im Erzgebirge war ruhig und schön. Durch meinen Sohn, der zu Hause geblieben war, erfuhr ich, daß MDR Live Radio mit mir über die Kornkreise bei Kassel sprechen wollte. Ich setzte mich in Verbindung mit dem Moderator und wenige Tage danach ist es dann das Gespräch gesendet worden. Leider konnte ich es nicht hören.

Am 5.7.97 um 23.00 Uhr Nachts legte ganz in der Nähe des Burghasunger Kreis die FGK-Gruppe von Projekt Union einen Kornkreis an. Das Feld war von dem Bauern dazu zur Verfügung gestellt worden. Am 7.7.97 habe ich Luftaufnahmen vom selbstgemachten Kornkreis. Die Fotos sind gut geworden.

Das Flugmodell mit eingebauter Kamera von Herrn Schöppe
Fotos: Wolfgang Schöppe

Am 19.7.97 bin ich nach Oelshausen gefahren, zur Galerie Wurzelwerk, wo ich mich mit Herrn Listmann und einem Bekannten von Ihm traf. Der Bekannte hatte ein Feldstärke Meßgerät dabei, das aber nicht funktionierte. Er ist nach Holland gezogen und wartet ebenfalls dort auf Kornkreise. Wir fuhren mit Ihm zum Kreis an der Autobahn. Dabei trafen wir Herrn Malik, der letztes Jahr den Kornkreis bei den Exernsteinen entdeckt hatte und einen Bericht an das Magazin 2000 geschickt hatte. Er sagte, er wolle einen Bericht von dem Kornkreis an der A44 machen und an das Magazin 2000 schicken. Daraufhin hielt ich mich mit meinen Daten zurück. Einige Tage später habe ich dann meinen Bericht der drei Kornkreise bei Kassel und Luftaufnahmen an das Magazin 2000 geschickt.

Herrn Malik war es auch neu, daß es noch zwei weitere Kreise gibt. Wir fuhren mit ihm in einer Wagenkolonne zum selbstgemachten Kreis der FGK-Gruppe. Nachdem Herr Malik den Kreis besichtigt hatte, fuhr er runter zum Burghasunger Kreis. Er machte dann viele Fotos und untersuchte den Kornkreis. Anschließend kam er noch einmal kurz zu uns hochgefahren und sprach auch mit Sascha Jakoblew, den er kannte. Das Projekt Union wurde dann an diesem Tage beendet.

Am 26.7.97 rief mich Herr Uwe Engelmann an und gab mir die Adresse von Steve Alexander, er ist Fotograf in England und er möchte meine Fotos von den Kornkreisen haben. Per Luftpost schickte ich ihm die Fotos zu. Herr Engelmann wollte Herrn Alexander eine Woche später in England treffen.

Am 13.8.97 von 22.00-24.00 Uhr nachts besuchte ich den Burghasunger Kornkreis. Ich machte einige Blitzlicht- und Langzeitfotos in Stereo, jedoch ohne Plasmakugeln darauf zu entdecken.

Der Kornkreis hatte einen Außendurchmesser von 40 m, und das Korn lag fast wie am ersten Tag niedergedriickt am Boden. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, daß Menschen die Kreise gemacht haben. Allerdings habe ich über dem Kornkreis bei Dorla eine schwarze, runde, kompakte Regenwolke auf einem Stereofoto festgehalten, die dicht über dem Kreis schwebte und nach einigen Minuten wieder nach oben verschwand. Links neben der Wolke blieb eine bläuliche Ionisationsspur zurück. Beide Fotos waren 30 sec belichtet. Ich stelle gerne beide Stereofotos für eine Computerauswertung zu Verfügung.

Auch dürfen wir nicht die unsichtbare feinstoffliche Materie vergessen, die ich dieses Jahr wieder fotografiert habe. Viele Menschen habe ich dabei getroffen und viele Kornkreisfotos verkauft. Trotzdem habe ich viel Geld ausgegeben, was sich aber andererseits gelohnt hat. Für wen sind die Kornkreise angelegt worden?

Am 15.8.97 ist der Burghasunger Kornkreis abgemäht worden. Viele Saatkrähen saßen in dem dunklen Kreis und pickten die Körner auf. Einige Besucher gehen in den kahlen Kreis und verharren dort.

Tag später, am 16.8.97 um 17.00 Uhr, öffnete die Kornkreisausstellung in Oelshausen in der Galerie Wurzelwerk. Es waren 15-20 Personen anwesend, Herr Listmann und ein Zeitungsreporter der HNA. Die großen Kornkreisfotos und Leinenbänder kommen in dem alten Fachwerkhaus gut zur Geltung und zeigen Wirkung. Ein kleines Kind, das gerade die steile Holzaußentreppe herunter fiel, konnte ich gerade noch rechtzeitig auffangen. Der Reporter hat uns dann interviewt und Fotos gemacht. Der Zeitungsbericht erschien am 21.8.97 in der Wolfhagener Ausgabe der HNA Zeitung.

Am 16.8.97 war ich bei der Frau, die ein großes Medium ist und mit der jenseitigen Welt in ständigem Kontakt steht, über ihre verstorbene Schwester. Sie zeigte mir viele Fotos von den jenseitigen Menschen, die neben lebenden Personen plötzlich auf dem Foto erscheinen. Sie meinte, wir Menschen würden im Bewußtsein durch diese jenseitige Welt beeinflußt und geleitet. Alles, was wir Menschen machen, läßt sich über das Jenseits erfahren.


Erstveröffentlichung im FGK-Report # 3/97