Eine kurze Vorstellung der FGK


von Hans Herbert Beier


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Generelles zum Thema Kornkreise

Zur Forschungsgesellschaft Kornkreise:
Geschichte
Ergebnisse
Besonderheiten
Struktur


Generelles zum Thema Kornkreise:

Seit Anfang der 70er Jahre wurden, vorwiegend im Südwesten Englands, Deformationen stehenden Getreides beobachtet. Es handelte sich zunächst um kreisfömige, später auch um ringförmige, überwiegend mit Getreide oder Raps bepflanzte Flächen, in denen die Frucht über Nacht umgelegt wurde. Im weiteren Verlauf der Jahre wurden diese Umlegungen häufiger und zunehmend durch die Kombination von mehreren Kreis- und Ringflächen untereinander oder später auch mit rechteckigen Flächen und Bahnen komplexer. Man sprach seitdem von "Formationen" oder, wenn die Darstellung besonders komplex war, von "Pictogrammen".

Waren die Kreis- und Ringflächen anfangs auf Abmessunggen von max. 30 m Durchmesser beschränkt, so nahmen deren Abmessungen ebenso wie deren Anzahl und Komplexität im Laufe der Jahre zu und überschritt sogar die 100 m-Marke. Diese "crop circles" erregten schließlich Aufmerksamkeit, welche sich nach der Veröffentlichung des Buches "Circular Evidence" durch Pat Delgado und Colin Andrews 1989 gewaltig steigerte und zu weltweiter Beachtung führte.

Die von diesen und anderen Autoren genannten Eigenschaften dieser Kornkreise (siehe unten) schienen außergewöhnlich und führten dazu, daß als Folge ihrer angeblichen Unerklärbarkeit, esoterische wie parawissenschaftliche Vertreter die Kornkreise in ihre jeweiligen Erklärungsversuche aufnahmen. Dazu kam, daß in dem geographischen Gebiet ihres Auftretens, in Wiltshire, eine Hochburg der englischen UFO - Gemeinde bestand, so daß auch ein Zusammenhang zwischen den Kornkreisen und UFO's schnell hergestellt wurde. Diese als unerklärbar angesehenen Merkmale waren (angeblich):



In den Jahren 1990 und 91 wurde dann bereits erstmals über "Fälscher" spekuliert und berichtet, welche solche Formationen bei Nacht und Nebel durch mechanische Geräte hergestellt und stillschweigend damit auch "Experten" getäuscht hätten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Phänomen bereits weltweit verbreitet, Meldungen über solche "Kornkreise" kamen aus Holland, Deutschland, USA, Kanada, Ungarn, Tschechien, und anderen Ländern, ja selbst ähnliche Formationen im Schneeabdruck aus asiatischen Hochgebirgen wurden vorgelegt.

In diesen Jahren organisierten und etablierten sich in einigen Ländern Gruppen am Phänomen Interessierter, in England die CCCS (Centre for Crop Circle Studies) mit über 1000 Mitgliedern, in Deutschland die FGK.

1991 offenbarten sich zwei englische Rentner als Fälscher und behaupteten, alle KK der vergangenen Jahre selbst hergestellt zu haben. Tatsächlich konnte nachgewisen werden, daß viele der in der Vergangenheit registrierten, wenn auch bei weitem nicht alle KK auf das Konto dieser beiden gingen. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, daß in Südengland mehrere, gut ausgerüstete und geschickte Fälschergruppen existierten. In einem 1992 ausgetragenen "Fälscherwettbewerb" zeigten einige, aber bei weitem nicht alle, wie gut sie solche Formationen herstellen konnten. In den Jahren 1994 und 1995 entwickelte sich sogar zwischen diesen so eine Art Wettbewerb, wer denn nun die schönsten und schwierigsten Formationen herstellen könne. Seitdem ist die Diskussion, ob es denn überhaupt jemals oder ggf. noch eine Anzahl "echter" Formationen gegeben habe, nicht abgerisssen.


Geschichte, Ergebnisse, Besonderheiten, Struktur


Zur Forschungsgesellschaft Kornkreise:

  • Geschichte:

    Die angeblichen (oben aufgeführten) Merkmale waren 1991 noch nicht erklärt. Dies war der Grund, daß eine Gruppe von 23 Mitgliedern der Ancient Astronaut Society (AAS - später umbenannt in  Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI), einer Erich von Däniken nahestehende Organisation, beschloß, eine systematische, objektive und seriöse Beobachtung der englischen Behauptungen vorzunehmen. Es kam zu einer organisierten Aktion, welche zu permanenter Anwesenheit von Mitgliedern dieser Gruppe während der Sommersaison 1991 in England führte. Etwa 20 in dieser Zeit aufgetretene Formationen wurden akribisch dokumentiert, gleichzeitig wurde Verbindung zu den britischen Kornkreisforschern hergestellt.

    Anschließend an die Vorstellung der Ergebnisse war man sich einig, daß die Untersuchungen organisiert und methodisch weitergeführt werden sollten. Die organisatorische und juristrische Form eines Vereines schien für die Aufgabe als angemessen richtig, die Vorgründung erfolgte dann auch im Herbst 1991, die endgültige Gründung im Herbst 1992 in Northeim. Dieser Ort ist auch heute der nominelle Sitz dieses Vereines.


    Ergebnisse:

    Die Mitgliederzahl nahm rasch zu, erreichte in der Hochzeit der Popularität der Kornkreise fast 300. Damit begann der Verein das erstrebte Ziel der systematischen Forschung entsprechender und ausreichender finanzieller wie personell kompetenter Mittel zu erreichen. In der zeitlichen Folge, im wesentlichen während der Sommer 1992 und 1993 startete und betrieb die FGK bzw. einzelne Mitglieder daraus, mehrere Projekte, welche auf die methodische Untersuchung einiger der oben genannten Anomalien mit technischen Mitteln nach möglichst wissenschaftlich anerkennbaren Methoden hinauslief. Diese Aktivität paßte zu anderen vergleichbaren, welche seitens eines naturwissenschaftlich orientierten Personenkreises in der englischen CCCS und unter Unterstützung amerikanischer Gruppen durchgeführt wurde. Dementsprechend folgte auch enger Austausch von Ergebnissen und Aktivitäten. Als Folge stellten sich folgende der oben genannten angeblichen Merkmale als nicht zutreffend oder aber als nicht signifikant für "Echtheit" heraus:


    Besonderheiten:

    Aus einfachen Mitteilungen an die Vereinsmitglieder entwickelte sich, zur Information der Mitglieder, dank der Aktivität einiger Vereinsmitglieder eine regelrechte Zeitschrift, der FGK-Report, er erscheint jetzt etwa vierteljährlich.

    Zur Erfassung von in Deutschland gemeldeten Kornkreis - Formationen etablierte die FGK, deren Mitglieder ja über ganz Deutschland und zum Teil auch über das benachbarte Ausland verteilt sind, eine entsprechende Melde- und Aufnahmeorganisation, sowie einen aktuellen Telefonabrufdienst. Veröffentlichungen und Berichte zu KK'n werden einem eigenen Archiv zugeführt.

    Die Arbeit wird in "Projekten" durchgeführt, jedes Mitglied hat das Recht Projekte vorzuschlagen, ausgeführt werden diese ggf. nach Abstimmung in einer Hauptversammlung wenn sich ein geeigneter Projektleiter dafür findet und ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen bereitgestellt werden können.

    Struktur:

    Die FGK ist ein beim Amtsgericht Northeim eingetragener, gemeinnütziger Verein. Ende 1995 hatte er etwa 150 Mitglieder. Er wird durch einen auf jeweils zwei Jahre gewählten Vorstand und Beisitzer vertreten.

    Die Hauptversammlungen der FGK erfolgen jährlich 2 x, eine im Herbst und eine im Frühjahr. Zur Teilnahme lädt der Vorstand jeweils rechtzeitig schriftlich ein. Jedes Mitglied hat auf der HV aktives Stimmrecht, sowie das aktive und passive Wahlrecht. Die Hauptversammlungen finden nicht nur in Northeim sondern ggf. auch an anderen Schwerpunktorten in der BRD statt.

    Mitglied in der FGK kann jede Person werden, jedoch ist die Aufnahme von der formellen Zustimmung zweier Vorstandsmitglieder abhängig. Diese kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Unerwünscht sind insbesondere Personen, welche für unwissenschaftliche Publistik zu diesem oder einschlägigen Themen bekannt sind oder solche betreiben.

    Satzungsgemäßes Ziel der FGK ist die einwandfreie und restlose Aufklärung des Kornkreisphänomens nach wissenschaftlich vertretbaren Methoden. Die FGK akzeptiert zunächst grundsätzlich jede halbwegs haltbare Hypothese zum Phänomen, dies auch dann, wenn sich diese nicht mit der Meinung einer Mehrheit innerhalb der FGK decken sollte, behandelt jedoch nicht mehr bereits einwandfrei widerlegte Behauptungen. Neuerdings hat die FGK ihre Aktivitäten auf Kontakte mit KK - Fälschergruppen und mit dem Ziel der Aufklärung derer Beweggründe erweitert.

    Derart stellt die FGK die größte kompetente Organisation zum Phänomen der Kornkreise in Deutschland dar.

    (-> siehe auch unter Mitgliedschaft in der FGK und Satzung der FGK .)


    Generelles zum Thema Kornkreise



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